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Kommentar zur Hessenwahl

22.09.2013

Der Mann, der aus der Tiefe kam

Von ganz unten kommend, hat der frühere Verlegenheitskandidat der SPD in Hessen, Thorsten Schäfer-Gümbel, ein achtbares Ergebnis erzielt.

Seltsame Brille, nerviger Doppelname: Thorsten Schäfer-Gümbel wurde nicht nur in der ZDF-Politsatire Heute-Show fast schon gewohnheitsmäßig durch den Kakao gezogen. Von ganz unten kommend, hat der frühere Verlegenheitskandidat der SPD ein achtbares Ergebnis erzielt. Die Erleichterung war Thorsten Schäfer-Gümbel am Wahlabend anzumerken. Ungewohnt locker sprach „TSG“ von einem „geilen Abend“.

Weniger „geil“ dürfte der Wahlabend für CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier gewesen sein. Sachfragen einfach nur weglächeln, das kann die Kanzlerin Angela Merkel deutlich besser als der Landesfürst in Wiesbaden.

Was aber bedeutet das? Vielleicht, dass in Zukunft Politiker, die nicht das große Wort führen, belohnt werden. Gleichzeitig aber ist es in Hessen wie auch im Bund so, dass keine Partei wirksame Rezepte für die großen Probleme besitzt. Demografie, Renten, prekäre Beschäftigungsverhältnisse – wer da gegensteuern will, müsste unbequeme Wahrheiten aussprechen. Das aber traut sich kaum einer. Weder in Wiesbaden noch in Berlin.

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