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Kanzlerin Merkel wertet die Europawahl mit ihrem Zögern ab

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Kommentar Von Gregor Peter Schmitz
15.04.2019

Europa sei wichtig wie nie, heißt es pflichtschuldig. Aber bislang ist davon herzlich wenig zu spüren.

Wer Manfred Weber reizen will, fragt ihn nach Angela Merkel. Etwa, weshalb die Kanzlerin auf den Plakaten zur Europawahl gar nicht zu sehen ist - und wieso sie Auftritte mit dem Spitzenkandidaten ihrer Europäischen Volkspartei (EVP) ähnlich sparsam bemisst wie voriges Jahr Termine im bayerischen Landtagswahlkampf.

Es sei doch Anliegen, europäische Politiker bekannter zu machen, entgegnet der sonst so freundliche Herr Weber dann leicht gereizt. Außerdem gebe ihm die Kanzlerin ja höchst offiziell Rückendeckung.

Damit hat Weber natürlich recht. Dennoch wertet das Zögern der Kanzlerin, die nicht mal zum Wahlkampfauftakt der Union erscheinen wird, die Europawahl ab. Europa sei wichtig wie nie, heißt es pflichtschuldig. Aber bislang ist davon herzlich wenig zu spüren.

Das ist dreifach schade: weil Merkel ihre letzte Amtszeit für Europa nutzen wollte. Weil Weber ein engagierter europäischer Kandidat ist. Und weil man in der EU noch ums Prinzip Spitzenkandidat ringt. Den Kommissionspräsidenten direkt zu wählen, macht Brüssel demokratischer. Dafür müsste auch Merkel kämpfen, so wenig Lust sie darauf noch haben mag.

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Die Diskussion ist geschlossen.

16.04.2019

Ich findes es nicht schade, daß sich die Bundeskanzlerin dort zurückhält. Sie ist die Bundeskanzlerin von Deutschland und hat in diesem unserem Lande genügend zu tun. Europa kann sie ruhig den Tagträumern überlassen.

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16.04.2019

Das sehe ich anders: Wenn man sieht, was sie aus unserem ehemals wunderbarem Deutschland in ihrer Regierungszeit gemacht hat.......................sollte sie lieber die Finger von Europa lassen ! Es reicht, was sie hier angerichtet hat................

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17.04.2019

Kann man natürlich so sehen. Aber wenn ich Deutschland mit anderen Ländern vergleiche gibt es wohl nicht sehr viele in denen die Lebensverhältnisse signifikant besser sind, oder?

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16.04.2019

"Den Kommissionspräsidenten direkt zu wählen, macht Brüssel demokratischer."
Wie soll das funktionieren, wenn doch bei der Wahl der Abgeordneten eine luxemburgische Stimme rund das zehnfache Gewicht einer deutschen hat. (Deutschland entsendet 96 Abgeordnete, Luxemburg 4 - und das auch noch unabhängig von der tatsächlichen Wahlbeteiligung in den angesprochenen Ländern.)

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16.04.2019

Verzeihung, es sind 6 Abgeordnete für Luxemburg!

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