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Unterallgäu

01.02.2021

Achtung, Baustellen! An diesen Unterallgäuer Kreisstraßen wird 2021 gearbeitet

Bei einigen Kreisstraßen im Unterallgäu gilt in diesem Jahr: Achtung, Baustelle!
Foto: Ralf Lienert

Plus Der Landkreis Unterallgäu 2021 investiert 4,8 Millionen Euro in seine Straßen. Hier wird in diesem Jahr gebaut.

Weil der Landkreis auch heuer in den Erhalt seiner Straßen und Brücken investiert, müssen sich Autofahrer wieder auf einige Baustellen im Unterallgäu einstellen. Wo marode Straßen saniert werden und was die Arbeiten voraussichtlich kosten werden, darüber informierte der Leiter Tiefbauamts, Walter Pleiner, in einer gemeinsamen Sitzung des Kreis- und Bauausschusses.

Insgesamt sind in diesem Jahr für den Straßenbau Ausgaben in Höhe von 4,8 Millionen Euro vorgesehen. 2,6 Millionen Euro davon muss der Landkreis selbst aufbringen, der Rest stammt aus Fördermitteln sowie Beiträgen von Bund, Bahn und Gemeinden.

In Warmisried, Stockheim und Bad Grönenbach werden die Arbeiten fortgesetzt

Am Anfang von Pleiners Liste stehen die vier Projekte, die bereits im Vorjahr begonnen wurden und nun fertiggestellt werden sollen. Dazu gehört der Ausbau der Ortsdurchfahrt Warmisried, der in diesem Jahr fortgesetzt wird und sich mit 750.000 Euro im Haushalt niederschlägt. Die Kreisstraße zwischen Warmisried und Unteregg wurde bereits im vergangenen Jahr ausgebaut und die dortige Mindelbrücke erneuert. Hierfür sind Restzahlungen in Höhe von 60.000 Euro eingeplant.

Schon zu zwei Dritteln fertig ist die neue Ortsdurchfahrt von Stockheim. Die Straße ist bereits befahrbar und soll im Frühjahr für 200.000 Euro fertiggestellt werden. Ebenfalls derzeit befahrbar ist die Ortsdurchfahrt von Bad Grönenbach. Nach vorbereitenden Arbeiten und der Errichtung einer Stützkonstruktion im vergangenen Jahr soll der Ausbau im Frühjahr fortgesetzt und bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Für diese Arbeiten sind 1,1 Millionen Euro eingeplant.

Eine von drei neuen Baustellen tut sich in diesem Jahr auf einer Länge von 900 Metern entlang des Klostergeländes an der Sebastian-Kneipp-Straße in Ottobeuren auf. Der Landkreis hätte hier die Verkehrssituation vor allem für Fußgänger und Radfahrer gerne schon im vergangenen Jahr verbessert. Weil es für das Vorhaben mit Gesamtkosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro damals aber keine Förderung gab, wurde es auf dieses Jahr verschoben. Dieses Warten hat sich gelohnt: Der Freistaat greift dem Landkreis nun mit 650.000 Euro unter die Arme, von der Gemeinde, die die Gehwege ausbaut und Leitungen sowie Kanäle verlegt, gibt es 30.000 Euro. Für dieses Jahr rechnet der Leiter des Tiefbauamts mit Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

Der Ausbau der Kreisstraße zwischen Rammingen und Türkheim wurde erneut verschoben

Noch etwas mehr, nämlich 1,5 Millionen Euro sind in diesem Jahr für den 1,6 Kilometer langen Ausbau der Ortsdurchfahrt Markt Rettenbach und der Kreisstraße bis Gottenau mit einem begleitenden Geh- und Radweg veranschlagt. Weitere 850.000 Euro sind es für die neue Ortsdurchfahrt von Babenhausen. Sie soll künftig ebenfalls von einem Geh- und Radweg flankiert werden, der dann auch das Schulzentrum anbindet. Insgesamt kostet der Ausbau 1,25 Millionen Euro.

Erneut verschoben wurde dagegen der Ausbau der Kreisstraße MN2 zwischen Rammingen und Türkheim. Auch diesen hätte der Landkreis bereits im vergangenen Jahr angehen wollen. Während damals ein negativer Förderbescheid Grund für die Verschiebung war, bereitet dem Kreis nun der Grunderwerb Probleme: Da ein zeitnaher Abschluss der Grunderwerbsverhandlungen nicht absehbar sei, könne die Maßnahme dieses Jahr nicht umgesetzt werden, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Im Investitionsprogramm für das Jahr 2022 stehen außerdem der Ausbau der Kreisstraße zwischen Inneberg und Frickenhausen, die Erneuerung der Mindelbrücke und der Kreisstraße zwischen Unteregg und Dirlewang sowie der Ausbau des Illeraufstiegs bei Au. Dass Letzterer dringend angegangen werden muss, belegte Pleiner mit mehreren Fotos. Sie zeigen, dass der Hang in Bewegung ist und sich Bankett und Leitplanken bereits verschoben haben. „Die Schutzplanken stehen da nur noch aus Gewohnheit“, sagte er.

Für den Unterhalt von Straßen und Brücken sowie kleinere Ausbesserungen hat er in diesem Jahr 600.000 Euro eingeplant. Letztlich empfahlen Bau- und Kreisausschuss dem Kreistag jeweils einstimmig, das vorgeschlagene Investitionsprogramm zu beschließen. Der Beschluss ermöglicht es dem Tiefbauamt, die für dieses und nächstes Jahr vorgesehenen Arbeiten zu planen, Vereinbarungen zu treffen und Zuschüsse zu beantragen.

Der Landkreis investiert aber nicht nur in seine Straßen, sondern auch den Hochbau. Mehr dazu lesen Sie hier: Landkreis Unterallgäu richtet Fachakademie für Sozialpädagogik her

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