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Kunstausstellung

24.12.2015

Adventliches Kontrastprogramm

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2 Bilder
Galerist Franz Epple (Mitte Bild links) präsentiert die Künstler Joachim Lambrecht (Keramikarbeiten) und Monika Gebhardt (Arbeiten aus Papierklebeband). Bei der Vernissage spielten Jonas und Elias Prinz (Bild rechts) aus Kirchstetten Sinti-Swing-Stücke.

Keramik- und Papierarbeiten sind derzeit in der Galerie Epple zu sehen

Vorweihnachtliche Harmonie und eine beruhigende Atmosphäre erfüllen die Galerieräume von Franz Epple in Türkheim. Bei der Vernissage der Ausstellung „Papierkunst und Keramik“ spielten zur musikalischen Einstimmung Jonas und Elias Prinz aus Kirchstetten Sinti-Swing-Stücke, die begeistert beklatscht wurden. Magische Gegensätze von dunklen, gewichtigen Keramikobjekten und hellen, leichten Papierskulpturen zogen die zahlreichen kunstinteressierten Besucher bei der Eröffnung in ihren Bann. Auf die besondere Kontrastwirkung der Exponate wies der Galerist Franz Epple in seiner kurzen Einführung hin. Zwei Künstler bestreiten diese Weihnachtsausstellung: Monika Gebhardt aus Augsburg zeigt ihre zauberhaften Gebilde aus Papierklebeband und von Joachim Lambrecht aus Großschönach/Überlingen sehen die Gäste großartige Keramikarbeiten in Rakutechnik.

Was Monika Gebhardt mit diesem simplen Material zaubert, ist einmalig und unverkennbar. Da schweben Häuser und Schiffe auf zarten Drahträdern, kleben cremeweiße Nester wie Insektenwaben aneinander, Flechtengewächse und Schwämme wuchern über grauen Kartonbeton. Struwwelköpfe, Seeigel und Wollwuschel lassen die Besucher schmunzeln. Wie ein bewegtes Getreidefeld wirbeln tausende von kleinen Kleberöllchen auf der Wandinstallation.

Eine Serie mit farbigem Wachs und eingearbeiteten Nägeln zeigt die schöpferische Produktion der Papierskulpturen von Monika Gebhart in einer neuen Gestaltungsmöglichkeit, die mit viel Leidenschaft, aber auch mit Disziplin und Kopfarbeit hergestellt ist. Der 1. Preis für dreidimensionale Kunst 2012 des Landkreises Günzburg wurde ihr zu Recht verliehen.

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Der zweite Künstler bei Epple, Joachim Lambrecht, hat sich nach seinem Studium der Bildhauerei an der Akademie Stuttgart einer besonderen Keramiktechnik verschrieben: Raku. Das Brenngut wird bei 900 Grad mit einer Zange glühend dem Brennofen entnommen und zur Nachreduktion in Sägemehl gebettet. Dieser Räuchervorgang lässt die typische weiche schwarzbraune Farbe des Rakubrandes entstehen und gibt der durch das Feuer gestalteten Oberfläche ein erdnahes, archaisches Aussehen. Ein einkalkulierter Überraschungseffekt ist bei dem Brennvorgang immer dabei. Bei der Gestaltung seiner Gefäße sind bei Joachim Lambrecht immer bildhauerische Gesichtspunkte im Vordergrund. Formen von an die Natur angelehnte Riesenkapseln, Fruchtständer, Samengebilde oder gigantische Rispensäulen sind mit großem kunsthandwerklichem Können und perfekter Präzision ausgeführt. Seine minimalistischen, gradlinigen Gefäßskulpturen mit besonderer Kupferoxidoberfläche erinnern an fernöstliche Zen-Ästhetik. Viele dieser faszinierenden Keramikwerke von Joachim Lambrecht sind in öffentlichen Sammlungen in Berlin, Leipzig, München, Bürgel und in Gloucester UK ausgestellt. Zahlreiche Preise wie „Artist oft the year 2015“ in Brighton, England, der Cheongju-Preis in Korea und der Staatspreis Baden-Württemberg zeichnen diesen großartigen Keramikkünstler aus. Der Galerist Franz Epple bietet hier wieder einmal eine Kunstausstellung feinster Art, ein weihnachtlicher Galeriegenuss.

in der Galerie Epple in Türkheim, Frühlingstr.6, läuft bis 31. Januar 2016, Geöffnet ist sie jeweils sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie am 26. Dezember und 6. Januar, gleiche Zeit.

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