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Bad Wörishofen

10.04.2015

Altbürgermeister gibt den CSU-Vorsitz ab

Die CSU Bad Wörishofen unter neuer Führung. Das Foto zeigt (von links) Geschäftsführer Konrad Hölzle, Frank Pschierer, Martin Kistler, Klaus Holetschek, die Vorsitzende Michaela Bahle-Schmid, Stefan Welzel, Ursula Ulm, Frank Salzgeber und Fraktions-Vorsitzende Christiane-Maria Rapp.
Bild: CSU

Michaela Bahle-Schmid führt nun als erste Frau den größten Ortsverband im Kreis

Die CSU Bad Wörishofen stellt sich neu auf. Nach 13 Jahren an der Spitze kandidierte Altbürgermeister Klaus Holetschek nicht mehr als Ortsvorsitzender. Mit Michaela Bahle-Schmid führt nun erstmals eine Frau den mit 175 Mitgliedern größten Verband im Landkreis Unterallgäu. Mit 39 von 43 möglichen Stimmen erhielt sie bei der Jahresversammlung sofort großen Rückhalt. Als Stellvertreter wurden Martin Kistler, Frank Salzgeber und Zweiter Bürgermeister Stefan Welzel gewählt. Albert Wanner, einer der einflussreichsten Ortsverbandsmitglieder der vergangenen Jahrzehnte, zog sich nach 29 Jahren als Stellvertreter zurück. Wanner bleibt dem Verband aber als Beisitzer erhalten.

Bahle-Schmid sagte im Gespräch mit der Mindelheimer Zeitung, sie stelle den „Teamgedanken in der CSU in den Mittelpunkt“. Sie will Ideen der Mitglieder in die Stadtratsarbeit einspeisen. Im Wahlergebnis sieht sie „Rückenwind für mich persönlich und auch für die Politik der CSU“. Bahle-Schmid will „Kneipp und den Gesundheitstourismus stärken und den interkommunalen Gewerbepark als zweites Standbein der Stadt etablieren“. Sie stellt auch klar: „Das Thema Dreifachturnhalle ist vorbei, jetzt geht es um die Haushaltskonsolidierung“. Dieser sei „nicht so schlecht, wie er immer dargestellt wird“, sagt die Finanzreferentin des Stadtrates. Seit 2008 gehört die Chefin des Bahle-Flugplatzes und des Aero-Cafés diesem Gremium an.

Ihren Vorgänger Klaus Holetschek beschreibt sie als „den richtigen Mann in einer schwierigen Zeit“. Holetschek habe erkannt, dass man Bad Wörishofen „zweigleisig aufstellen muss“. Mit einer klugen Politik habe er die Weichen dafür gestellt. Heute sei Bad Wörishofen Tourismus- und Gewerbestandort, in „verträglicher Weise“. Viele prägende Bauwerke wie die Victoria-Terrassen habe der Stadtrat unter Holetscheks Führung erst ermöglicht. Das habe zu einer größeren Attraktivität des Heilbades beigetragen. Auch Staatssekretär Franz Pschierer würdigte Holetscheks Leistung: „Die besten Jahre für Bad Wörishofen in der Vergangenheit waren die unter Klaus Holetschek als Bürgermeister.“

Holetschek hatte seinen Rückzug lange angekündigt. „Durch mein neues Mandat als Abgeordneter und den Umzug nach Memmingen ist das sinnvoll und richtig“, sagte er. Als stellvertretender Bezirksvorsitzender der CSU Schwaben wolle er aber erneut kandidieren. Im Rückblick sagt Holetschek, die 13 Jahre als Ortsvorsitzender seien „von Aufs und Abs geprägt“. Die zuletzt verlorene Bürgermeisterwahl nennt er in diesem Zusammenhang ebenfalls. In guter Erinnerung werde ihm bleiben, dass Ortsverband und CSU-Fraktion in den 13 Jahren ständig Impulse für die Weiterentwicklung der Stadt gegeben hätten. Auch die Gemeinsamkeit mit den anderen Stadtratsfraktionen sei ihm wichtig gewesen. „Alleine bist du gar nichts“, konstatiert Holetschek. „Positive Dinge entstehen immer nur in gutem Miteinander.“ Auf diese Weise sei es etwa gelungen, die Tricor AG nach Bad Wörishofen zu holen. Bahle-Schmids Wahlergebnis nennt er „eindrucksvoll“. Gemeinsam mit den anderen Vorstandsmitgliedern hatte Holetschek einen Empfehlungsbeschluss für Bahle-Schmid gefasst. „Sie hat die Kompetenz und die Kraft, die man braucht, um dieses Amt auszuüben“, lobt er sie.

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