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24.10.2007

Angestrengt zur Erholung

Felix Frieder ist kein Aussteiger. Seit über zwei Jahren ist er mit seiner Freundin Sandra zusammen. In Österreich hat er sich als Schreiner selbstständig gemacht. Dieses Konventionelle ist ihm aber nicht genug.

Felix Frieder ist zehn Jahre alt, als ihn sein Vater erstmals mit zum Klettern nimmt. Er wird Mitglied in der Mindelheimer Sektion des Deutschen Alpen Verbandes (DAV). Wenige Jahre später betreibt er den Sport intensiver und sucht sich neue Herausforderungen. Frieder ist talentiert. Er wird in den Expeditionskader des DAV aufgenommen. "Da hat es mir aber irgendwann nicht mehr gefallen", sagt der 29-Jährige.

Jetzt plant er seine Touren alleine, klettert ohne Druck, aber immer noch mit viel Ehrgeiz. Zu den Höhepunkten seiner Kletter-Karriere zählt die vergangene Tour. Zusammen mit seiner Partnerin Sandra und zwei Freunden erkundeter er insgesamt sieben Wochen die Bergwelt Madagaskars. Höhepunkt der Reise war die Erstbegehung einer Route des Manara Potsiny im Süden des Landes. "Da spielt zwar immer die subjektive Wahrnehmung eine große Rolle, aber für mich ist das die schönste Tour der Welt", ist er begeistert.

Es ist aber nicht nur das Erklimmen von Gipfeln, das Frieder erholt nach Mitteleuropa zurückkommen lässt. "Da kommen alle Eindrücke zusammen: das Klettern, aber auch die Lebensart, die unterschiedliche Einstellung zu Leben und auch Tod", fasst er die Faszination solcher Reisen zusammen. "Das ist dann schon immer ein Kulturschock, wenn man zurückkommt."

Allerdings wird er nun erstmal einige Zeit keine großen Touren unternehmen. "Jetzt mache ich meine Meister-Prüfung", lautet das nächste Ziel. Auch dieser Gipfel muss be-stiegen werden.

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