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Bad Wörishofen
06.10.2021

So will Holetschek den Krankenhaus-Wandel gestalten

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert eine bessere Krankenhaus-Finanzierung.
Foto: JOCHEN AUMANN

Bayerns Krankenhausdirektoren tagen in Bad Wörishofen. Es geht um große Herausforderungen.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek macht sich für moderne und zukunftsfeste Krankenhausstrukturen stark. Bad Wörishofens Altbürgermeister betonte am Dienstag anlässlich der Tagung der Bayerischen Krankenhausdirektorinnen und -direktoren in Bad Wörishofen: „Schon jetzt haben wir in Bayern eine ausgezeichnete Krankenhausversorgung, von der Grundversorgung bis zur Spitzenmedizin. Gerade in der Corona-Pandemie haben wir gesehen, wie überaus wichtig diese Versorgung war – die Kliniken hatten das Geschehen trotz höchster Beanspruchungen immer unter Kontrolle. Gleichwohl müssen wir unseren Blick in die Zukunft richten.“

Der Minister fügte hinzu: „Wir müssen eine adäquate Versorgung im ländlichen Raum sicherstellen und gleichzeitig unseren Spitzenplatz auch in der Spitzenmedizin verteidigen. Das geht nur mit angemessenen finanziellen Mitteln. Ich fordere daher von der künftigen Bundesregierung ein besseres Krankenhaus-Finanzierungssystem.“ Dass Bayern „seit Jahrzehnten“ kräftig in die Krankenhäuser investierte, sagte Holetschek ebenfalls. Heuer könnten 104 Bauvorhaben mit einer Gesamtförderung von rund 2,6 Milliarden Euro umgesetzt werden.

Bayern stehe vor großen Herausforderungen, sagt Holetschek bei seiner Rede in Bad Wörishofen

Allerdings stehe auch Bayern vor großen Herausforderungen, denn die bayerische Krankenhauslandschaft verändere sich, nicht zuletzt durch den medizinischen Fortschritt. Auch die Digitalisierung forme zunehmend die Medizin. „Und wir erleben eine Spezialisierung von Kliniken“, so Holetschek. Wichtig sei, die Grund- und Notfallversorgung weiterhin zu gewährleisten. Man müsse den Wandel nun gestalten. Dazu müsse man auch verstärkt „den Schwierigkeiten begegnen, medizinische Fachkräfte zu finden“. Mit einer generalistischen Pflegeausbildung etwa reagiere man auf den Personalmangel beim Pflegepersonal. Die Ausbildungen in allen nichtärztlichen Heil- und Assistenzberufen habe man schulgeldfrei gemacht. Das gilt in Bad Wörishofen etwa für die Ausbildung von Physiotherapeuten, Kneipp-Bademeisterinnen und -bademeister. „Und wir regen bei Kliniken und Kommunen an, die Arbeitsbedingungen generell zu verbessern“, so Holetschek. Bayerns Krankenhausdirektoren tagen noch bis zum 7. Oktober im Tagungszentrum des Luxushotels „Der Sonnenhof“. Dabei geht es unter anderem um die Gefahr von Cyberangriffen auf die Krankenhaus-Infrastruktur. (mz, m.he)

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