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Bürgerversammlung in Breitenbrunn

29.03.2016

Bahnübergänge werden sicherer

An der Bahnhofstraße in Breitenbrunn ist bis 2020 eine halbseitige Schrankenanlage geplant.
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An der Bahnhofstraße in Breitenbrunn ist bis 2020 eine halbseitige Schrankenanlage geplant.
Bild: Sabine Adelwarth

In Breitenbrunn und Loppenhausen sind unter anderem Schranken geplant. Zudem soll pulsierendes Licht Autofahrern helfen.

Die Sanierung der Kreisstraße MN 8 durch Bedernau ist heuer sicherlich das Mammutprojekt in der Gemeinde. Die Maßnahme wird in mehrere Teilstücke gegliedert, damit über den Winter möglichst eine asphaltierte Straße vorhanden ist. Baubeginn ist wie berichtet voraussichtlich im Juni. Besonders erfreut ist Jürgen Tempel, dass der Bauabschnitt 700 Meter verlängert wurde und die Straße nun ab dem Friedhof saniert wird.

Als „Riesen-Erfolg“ betitelte der Bürgermeister die Sicherheit an den Bahnübergängen. Gerade in Breitenbrunn sind schon etliche Unfälle an der Bahnhofstraße passiert. „Die Sicherheit hat für mich oberste Priorität und nach jahrzehntelanger Arbeit können wir endlich einen Erfolg verzeichnen.“ 2020 sollen dort eine halbseitige Schrankenanlage, Blinklichter und ein abgesetzter Fuß- und Radweg entstehen. Auch in der Weilerstraße in Loppenhausen ist im Jahr 2022 eine Schranke geplant. Der Bahnübergang Loppenhauser Straße in Breitenbrunn wird als Teststrecke für das Unterstützungssystem „PeriLight“ genutzt. Damit ist eine LED-Blitzlichtquelle gemeint, die neben den Gleisen, etwa 40 bis 60 Meter links und rechts vom Bahnübergang angeordnet ist. Wenn ein Autofahrer einen Sensor passiert, wird das System automatisch ausgelöst. Das Licht pulsiert zehnmal im Wechsel weiß und pink – zuerst links und eine Sekunde später rechts – und zieht dadurch die Aufmerksamkeit des Verkehrsteilnehmers auf sich und ein herannahender Zug kann gesehen werden. Ob dieses System auch an den Bahnübergänge Mühlenweg (Breitenbrunn) und Waldstraße (Loppenhausen) verwendet wird, soll die Testphase zeigen. Der Bahnübergang am Kammelweg in Breitenbrunn wird dagegen geschlossen. „Ein Opfer mussten wir leider bringen“, sagte Tempel den interessierten Bürgern.

Daneben erwähnte der Rathauschef, dass die Dorfbachrenaturierung in Breitenbrunn mit 385000 Euro veranschlagt ist und voraussichtlich im Herbst beginnt. Die ehemalige Hausmülldeponie in Loppenhausen muss bis Mitte 2017 saniert werden. „Ich bin zuversichtlich, den Zeitraum einzuhalten.“ Auch die Entwicklung der Breitbandversorgung der einzelnen Ortsteile und deren Weiler sei sehr erfreulich. „Bis jetzt schaut es so aus, dass die komplette Gemeinde mit schnellem Internet versorgt werden kann“, freut sich Tempel.

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Die Baugebiete in den Ortsteilen haben zahlreiche Interessenten. Seit Januar stehen dreizehn Bauplätze in Loppenhausen zur Verfügung, davon sind vier schon verkauft.

Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt 2,6 Mio. Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt somit bei 1127 Euro. „Offene Forderungen der Vorjahre sowie Zwischenfinanzierung des Baugebietes Kammelweg in Breitenbrunn haben 2014 eine Kreditaufnahme nötig gemacht. 2015 wurden keine weiteren Kredite aufgenommen und die Gemeindeschulden konnten reduziert werden“, erklärt Tempel. Rund 200000 Euro wurden für die Vereine, die Kirche und das kulturelle Leben im Ort ausgegeben und knapp 70000 Euro hat die Gemeinde für die Sanierung der Feldwege bezahlt. Die Einwohnerzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr um 65 Personen auf 2328 zurückgegangen. „Diese Entwicklung liegt zwar immer noch im negativen Bereich, jedoch ist bei den Kindern, mit 20 mehr als im Vorjahr, ein deutlicher Anstieg zu erkennen. Das ist Zeichen genug, um in die Jugend zu investieren“, ist sich Tempel sicher. Auch die Besucherzahlen der Naturtherme konnten auf das Niveau von 2010 gehoben werden. Knapp 240000 Besucher wurden seit der Eröffnung im Jahr 2007 gezählt.

Neuer Wasserzweckverbandsvorsitzender und Zweiter Bürgermeister Erwin Hefele berichtete detailliert über die Wasserversorgung der Gemeinde. Bei allen drei Versammlungen gab es bei der anschließenden Aussprache einige Nachfragen und lokale Bemerkungen, aber jeweils keine besonderen Diskussionen.

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