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Aussprache

16.03.2018

Biber und Raser machen Probleme

Über ein wirklich volles Haus durfte sich Bürgermeister Jürgen Tempel bei der Bürgerversammlung der Gemeinde in Bedernau freuen.
Bild: müsa

Großer Andrang bei der Bürgerversammlung in Bedernau. Warum Bürgermeister Jürgen Tempel zufrieden zurückblickt

Der Andrang bei der Bürgerversammlung der Gemeinde Breitenbrunn war so groß dass zusätzliche Stühle geholt werden mussten. So konnte sich Bürgermeister Jürgen Tempel über ein wirklich volles Haus freuen.

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Gerade im Ortsteil Bedernau ist im letzten Jahr viel passiert und die Bürger mussten mit der Großbaustelle der Kreisstraße MN 8 im Ort leben. Für die Geduld und gute Mitarbeit bekamen die Bewohner ein dickes Lob vom Rathauschef. „Der Straßenbau ist innerorts abgeschlossen. Die Gehwege und noch andere offene Arbeiten werden in diesem Jahr erledigt“, so Tempel.

Die Erneuerung der Weiherkette ist beinahe abgeschlossen. „Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, die aber nun endlich heuer fertiggestellt werden.“ Um die Park- und Verkehrssituation an der Naturtherme zu verbessern, wurden 26 neue Parkplätze geschaffen, worüber sich Tempel besonders freute. Außerdem verriet Tempel, dass in der Therme über eine Stromgewinnung aus einer Solaranlage nachgedacht wird. „Der Ingenieur kommt im April und dann sehen wir weiter.“ Der Kindergarten in Breitenbrunn wurde um einen Gruppenraum erweitert. Damit sind rund 40 Quadratmeter dazugekommen und das Problem, mehr Kinder unterzubringen, ist behoben. „Früher konnten bis zu 35 Kinder aufgenommen werden, jetzt haben 50 Kinder Platz.“

Biber und Raser machen Probleme

Erfreulich sei auch die Dorfbachrenaturierung in Breitenbrunn. „Wir haben nun alle wasserrechtlichen Auflagen erfüllt.“

Zur Verkehrssituation der B16 durch Loppenhausen machte Jürgen Tempel klar, dass aufgrund der hohen Geschwindigkeiten durch den Ort gehandelt werden muss. Acht Tage habe man Messungen durchgeführt. Das Ergebnis sei erschreckend: Über 21000 Fahrzeuge passierten die Messstelle, rund 15 000 davon waren zu schnell. Rund 2500 Autos fuhren sogar schneller als Tempo 70. Im Bereich von Kindergarten und Schule sorgt jetzt ein Zone-30-Schild für eine angemessenere Geschwindigkeit. Zusätzlich möchte die Gemeinde am Ortseingang von Loppenhausen einen Fahrbahnteiler bauen.

Probleme macht laut Tempel auch der Biber: „Es ist mittlerweile echt der Wahnsinn. Das Tier hält uns ganz schön auf Trab und verursacht durch Bachräumungen immense Kosten.“ Eine Abfanggenehmigung für den Bereich Fürbuch konnte mittlerweile erreicht werden. Bis zu 15 Biberdämme musste der Bauhof im Herbst entfernen.

Natürlich präsentierte der Bürgermeister auch ein umfangreiches Zahlenwerk. So leben derzeit in der Gesamtgemeinde 2360 Einwohner. „Ein absolut positiver Trend.“ Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 1019 Euro. „2017 waren keine Kredite notwendig, doch heuer wird wohl eine Kreditaufnahme unausweichlich sein und die Verschuldung deshalb weiter ansteigen,“ bedauerte Tempel.

Die Baulandnachfrage in der Gemeinde ist ungebrochen. In Breitenbrunn sind alle Plätze derzeit vergeben, jedoch ist die Gemeinde bemüht, neues Bauland bereit zu stellen. Auch in Loppenhausen sind alle Bauplätze verkauft. „Ich bin begeistert, dass ein kleiner Ort so einen Zuwachs verzeichnen kann“, freute sich Tempel. In Bedernau ist noch ein Platz frei.

Klaus Bäurle bat in der Aussprache darum, den Förderbeitrag für die Jugendlichen in den Vereinen zu überdenken. Viele Jahre erhielt jeder Verein für jedes junge Mitglied zehn Euro. Letztes Jahr wurde der Betrag auf 13 Euro angehoben. „Ich finde es immer noch zu wenig. Immerhin machen Vereine die Hauptarbeit für die Jugend.“ Dieser Punkt soll in der nächsten Ratssitzung behandelt werden, versprach Tempel.

Josef Heinzler wollte wissen, warum nicht jedes Haus an das Breitbandnetz angeschlossen werden kann. „Durch das Förderverfahren ist die Versorgung von mindestens 30 Mbit pro Sekunde festgelegt. Breitenbrunn hat die Fördermittel fast in voller Höhe ausgeschöpft und trägt selbst 20 Prozent der Kosten. Mehr kann momentan nicht erreicht werden, da sonst die Gemeinde diese weiteren Kosten allein tragen müsste,“ erläuterte Tempel.

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