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Bad Wörishofen

13.10.2020

Corona-Fälle im Kloster Bad Wörishofen und einem Hotel

Im Kloster von Bad Wörishofen stehen die Schwestern der Dominikanerinnen unter Quarantäne.
Bild: Markus Heinrich

Plus Die Dominikanerinnen in Bad Wörishofen befinden sich in Quarantäne. An anderer Stelle ergreifen die Verantwortlichen nach positiven Corona-Tests einschneidende Maßnahmen.

Die Dominikanerinnen von Bad Wörishofen stehen unter Quarantäne. Priorin Franziska Brenner sagte unserer Redaktion, dass es im Kloster in der Innenstadt zuvor einen bestätigten Corona-Fall gegeben hat. Auch das Hotel Kuroase in der Klosteranlage ist von Corona-Fällen betroffen. Dort hat man einschneidende Maßnahmen ergriffen.

Im Kloster von Bad Wörishofen lebt eine größtenteils hochbetagte Schwesternschaft. Priorin Brenner sagte unserer Redaktion am Dienstag, dass sich aktuell acht Schwestern im Kloster befinden, insgesamt sind es neun. Eine der Schwestern befindet sich aber im Urlaub. Brenner sagt, dass es einen bestätigten Corona-Fall in der Schwesternschaft gibt. Weiteres wisse man noch nicht. Am Montag seien alle Schwestern getestet worden, die Ergebnisse liegen der Priorin aber noch nicht vor. Die Schwestern seien nun im Kloster in Quarantäne, die Mitarbeiter seien zuhause. „Wir sind wohlauf, aber jetzt auf uns gestellt“, sagt Brenner. Der Schwester, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hat, gehe es nicht besonders gut. „Sie hat es sehr erwischt“, sagt Brenner. Ein Krankenhausaufenthalt sei derzeit aber nicht nötig.

Brenner hofft, dass es bei diesem einen Fall bleibt. „Wir sind ja hier alle Risikopatienten“, gibt sie zu bedenken. Im weitläufigen Kloster befindet sich auch das Hotel Kuroase, das von Kolping betrieben wird. „Derzeit sind uns drei bestätigte Coronafälle bei unseren Mitarbeitern bekannt“, sagte Geschäftsführerin Ursula Straub unserer Redaktion. Das Hotel stehe nicht unter Quarantäne. „Aber wir haben aus Fürsorgepflicht für unsere Gäste und unsere Mitarbeiter unser Hotel freiwillig vorübergehend geschlossen“, sagt Straub.

Die Zufahrt zum Hotel in der Klosteranlage.
Bild: Markus Heinrich

Das Landratsamt Unterallgäu habe für insgesamt sieben Beschäftigte des Hotels Quarantäne angeordnet, teilte Behördensprecherin Eva Büchele mit. Sie gelten als Kontaktpersonen. Kolping habe aber vorsorglich alle rund 50 Mitarbeiter testen lassen, berichtet Geschäftsführerin Straub. Die Tests erfolgten teilweise am Montag und auch noch am Dienstag. „Erste Rückmeldungen sind negativ“, sagt Straub. „Wir hoffen, dass es so bleibt.“ Die Entscheidung zur Schließung des Hotels sei bereits kurz nach Bekanntwerden des ersten Corona-Falles am Freitagabend gefallen. „Wir haben in unserem Hause ein professionelles Hygienekonzept umgesetzt“, sagt Straub. Es gebe Glasscheiben zwischen den Tischen, serviert werde nur mit Maske, es gebe keine Buffets. „Uns war das sehr wichtig, es ist schließlich ein besonderes Haus“, sagt Straub. Wie es zu den Infektionen kam, sei derzeit unklar.

Die Gäste des Hotels durften aus Bad Wörishofen abreisen

Gäste seien aktuell nicht betroffen, sagt Landratsamtssprecherin Büchele. Sie würden derzeit als Kontaktpersonen zweiten Grades gelten und durften deshalb abreisen. Es seien etwa 50 Gäste im Haus gewesen, sagt Geschäftsführerin Straub.

„Die Abreise unserer Gäste verlief sehr geordnet und wir haben sehr viel Verständnis und positive Reaktionen auf unser Vorgehen bekommen“, berichtet sie. „Das tröstet in nicht einfachen Zeiten.“

Neben den Räumlichkeiten der Schwestern und dem Hotel befinden sich in der großen Klosteranlage auch das Mehrgenerationenhaus Bad Wörishofen und das Sebastian-Kneipp-Museum. Beide Einrichtungen seien von den Maßnahmen zum Infektionsschutz aber nicht betroffen, sagt Landratsamtssprecherin Büchele. Es gebe eigene Eingänge zum Museum wie zum Mehrgenerationenhaus.

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