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Stetten

03.07.2019

Das plant Bürgermeisterkandidat Robert Kopp in Stetten

Robert Kopp

Robert Kopp tritt nach dem überraschenden Tod von Richard Linzing bei der Bürgermeisterwahl in Stetten wieder an. Welche Projekte ihm wichtig sind.

Eigentlich hatte Robert Kopp schon damit abgeschlossen, Bürgermeister von Stetten zu werden. Zweimal hat er sich in den vergangenen fünf Jahren um das Amt beworben, zweimal war er seinen Herausforderern knapp unterlegen. Bis vor Kurzem war er zudem davon ausgegangen, dass der bisherige Amtsinhaber Richard Linzing bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr noch einmal antreten und auch wiedergewählt werden würde. „Sein überraschender Tod hat mich sehr getroffen“, so Kopp.

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Den Ausschlag dafür, dass er nun doch ein drittes Mal bei der Wahl antritt, hätten die Bürger gegeben, die ihn darum gebeten haben. „Das hat mich beeindruckt“, sagt der 53-Jährige.

Aus Respekt verzichtet Robert Kopp auf Wahlkampf

Aus Respekt gegenüber Linzing habe die Nominierungsversammlung der CSU Erisried, deren Vorsitzender er ist, nur im kleinen Kreis stattgefunden und auch auf Wahlkampfverstaltungen will Kopp verzichten: „Ich fände es einfach unpassend, vor diesem Hintergrund mit den Leuten am Tisch zu sitzen und ein Bier zu trinken“, sagt er.

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Sollte er gewählt werden, will der selbstständige Bausachverständige und Immobiliengutachter sein Geschäft wie bisher weiterführen, seine eigene Arbeitszeit dort aber reduzieren und zweieinhalb Tage pro Woche fest für die Bürgermeistertätigkeit einplanen. „Ich bin zeitlich flexibel“, so Kopp.

Er will die bereits geplanten Projekte wie beispielsweise den Neubau einer Kindertagesstätte mit Gemeindesaal in Stetten weiterführen. Alles weitere hänge dann von den Entscheidungen des Gemeinderats ab, der im kommenden Jahr neu gewählt wird.

Kopp will die Kosten in Stetten unter Kontrolle halten

Mit Blick auf die finanzielle Lage der Gemeinde – für die kommenden beiden Jahre rechnet die Kämmerei mit jeweils drei Millionen Euro Schulden – liege sein Fokus darauf, die Kosten unter Kontrolle zu halten. Außerdem will er den Bürgern bezahlbare Baugrundstücke zur Verfügung stellen, die Dorferneuerung weiterverfolgen und auch die Infrastruktur angehen, um die Gemeinde sowohl für junge Familien als auch Senioren attraktiv zu halten. Wichtig sei ihm zudem eine „offene, ehrliche Kommunikation und völlige Transparenz gegenüber dem Bürger“, so Robert Kopp. Damit wolle er auch mehr Wertschätzung für die Arbeit des Gemeinderates schaffen.

Angst vor einer dritten Niederlage hat er nicht. „Ich freue mich über jeden, der mir seine Stimme gibt. Aber ich bin keinem einzigen böse, der mich nicht gewählt hat. Ich sehe das völlig entspannt“, sagt Kopp im Gespräch mit der MZ. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. In seiner Freizeit engagiert er sich als Vorsitzender des Gartenbauvereins, stellvertretender Vorsitzender der Sportfluggruppe Memmingen und in der Freiwilligen Feuerwehr. Zudem spielt Kopp Tennis und schöpft Kraft beim Fliegenfischen.

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