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Tourismus

18.10.2017

Der Allgäu Skyline Park wächst über sich selbst hinaus

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Gleich über drei Auszeichnungen des Vereins „Freizeitparktester“ freuten sich gestern Parkchef Joachim Löwenthal und Pressesprecherin Diana Pressel.

Vom regionalen Freizeitpark zum überregionalen Ferien-Resort: Auf Ramminger Flur sollen bis 2020 eine neue „Mega-Attraktion“ und ein 150-Betten-Hotel gebaut werden

Der Allgäu Skyline Park will den nächsten Entwicklungsschritt machen und sich vom regionalen Freizeitpark zu einem Ferien-Resort mit überregionaler Bedeutung katapultieren. Gestern stellte Parkchef Joachim Löwenthal die Pläne vor: In den kommenden zwei Jahren werde sich der Allgäu Skyline Park mit Investitionen in neue Fahrgeschäfte zunächst zurück halten – um dann zur Saisoneröffnung im Frühjahr 2020 mit einer neuen, rund zehn Millionen Euro teuren „Mega-Attraktion“ neue Besucherschichten anlocken. Aus den heute rund 400 000 Gästen sollen dann bis zu 650 000 jährlich werden, so die Hoffnung der Verantwortlichen.

Und damit nicht genug: Wie Joachim Löwenthal der Mindelheimer Zeitung exklusiv verriet, soll bis dahin auch ein 150-Betten-Hotelkomplex entstehen. Entsprechende Gespräche mit einem Investor und Partner befinden sich laut Löwenthal „auf der Zielgeraden“ und schon in wenigen Wochen sollen die Verträge unterzeichnet werden.

Große Pläne also für den – im deutschlandweiten Vergleich – immer noch „kleinen“ Freizeitpark an der Autobahn A 96. Doch die Weichen sind gestellt, um spätestens ab 2020 in der Konkurrenz der großen Freizeitparks wie Heide-Park Soltau oder Legoland Günzburg mitspielen zu können und Gäste aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland ins Unterallgäu zu locken. Seine familiären Wurzeln werde der Skyline Park dabei aber nicht vergessen, betonte Parkchef Joachim Löwenthal im Gespräch mit der MZ. Er hatte den Skyline Park vor 18 Jahren übernommen und Schritt für Schritt zu einem der beliebsteten Freizeitparks in Bayern ausgebaut.

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In der Hochsaison sorgen bis zu 200 Mitarbeiter vor und hinter den Kulissen dafür, dass es den Gästen an nichts fehlt. Vom Eisverkäufer bis zum Schlosser und Sicherheitstechniker ist da alles dabei.

Jährlich strömen mehr als 400 000 Besucher nach Bad Wörishofen, um zwischen spektakulären Fahrgeschäften wie dem „Sky Fall“ und familiär-beschaulichen Aktivitäten bis hin zum Streichelzoo einen abwechslungsreichen Tag zu verbringen. Gerade bei Familien ist der Allgäu Skyline Park beliebt – auch wegen der vergleichsweise moderaten Preise: Erwachsene zahlen 28 Euro, Kinder 23 Euro. Kleinkinder (bis 110 cm) sind frei.

Diese Beliebtheit bewies jetzt erneut die Auszeichnung durch den unabhängigen Verein „Freizeitparktester“, die dem Skyline Park in wichtigen Kategorien zur europäischen Spitze zählen. Entsprechend fiel die Bewertung für den Park aus: Gleich drei Auszeichnungen heimste der Skyline Park in den Bereichen „Bestes Preis-Leistungsverhältnis“ und „Beste Gastronomie“ ein. Zusätzlich erhält der Park den Ehrentitel „TOP Event“ für die Großveranstaltung „Skyline Park bei Nacht“. 2017 fand die beliebte Nachtveranstaltung bereits zum elften Mal statt, erneut wurde sie zum Besuchermagneten (MZ berichtete). Die Urkunden wurden gestern übergeben.

In den nächsten beiden Jahren wollen sich die Verantwortlichen auf das bewährte Konzept verlassen und nur in die Infrastruktur und Verschönerungsmaßnahmen investieren. „Zeit zum durchatmen“ nennt dies Joachim Löwenthal, für den diese beiden Jahre aber von ganz entscheidender Bedeutung sein werden: Der 63-Jährige kennt die Branche und die Ansprüche der Besucher nur zu gut und weiß genau, dass sich ein Freizeitpark nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen kann: „Stillstand ist Rückschritt“, sagt Löwenthal und hat daher die Weichen für einen Übergang vom regionalen Freizeitpark hin zu einem überregional wirkenden Ferien-Resort jetzt gemeinsam mit seinem ebenfalls in dem Familienunternehmen tätigen Sohn gestellt. „Und das geht in diesem Geschäft eben nicht ohne immer neue, spektakuläre Attraktionen“, so Löwenthal, der noch nicht zu viele Details über das neue, schienengestützte Fahrgeschäft verraten wollte. Nur so viel: Mit dem Begriff „Achterbahn“ sei das neue Fahrgeschäft nur sehr unzureichend beschrieben.

Platz genug für die geplanten Erweiterungen sind auf dem rund 60 Hektar großen Gelände vorhanden und auch die entsprechenden Genehmigungen sind bereits vorhanden. Löwenthal lobte hier erneut die reibungslose Zusammenarbeit mit den regionalen Behörden, insbesondere mit der Gemeinde Rammingen und dem Landratsamt Unterallgäu.

Dabei kann der Skyline Park buchstäblich „hoch hinaus“: Bis zu einer Höhe von 150 Metern könnte theoretisch gebaut werden, so Löwenthal. Doch ganz so hoch werde das neue Fahrgeschäft dann doch nicht, beruhigte der Parkchef.

Bis 2020 dann die neuen Attraktionen und der neue Hotel-Komplex eröffnet werden, sind aber noch einige Arbeiten zu leisten: So soll der Haupteingang auf die Nordseite verlegt werden, wo dann ein neu angelegter großer Parkplatz und der Hotelkomplex zu einer Einheit werden sollen.

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