1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Der Nikolaus kommt in Salgen mit dem Traktor

Salgen

05.12.2018

Der Nikolaus kommt in Salgen mit dem Traktor

Copy%20of%20IMG_9689(1).tif
3 Bilder
Der Nikolaus und Knecht Ruprecht reisen in Salgen mit dem Traktor an. Das ist verständlich, haben die beiden doch ganz viele Päckchen auszufahren für all die braven Kinder in Hausen und Salgen.
Bild: Johann Stoll

Im Kindergarten Salgen herrscht große Aufregung über zwei Überraschungsgäste. Warum sogar Knecht Ruprecht lieb zu den Drei- bis Fünfjährigen war.

Irgendetwas ist anders, irgendetwas liegt heute in der Luft. Das spüren selbst die Jüngsten, die gerade mal drei Jahre alt sind. Gut, es gibt auch die ganz Stillen, die weiter konzentriert an ihrem Blatt mit Buntstiften malen, als wäre das ein ganz normaler Vormittag in der katholischen Kindertagesstätte Johannes Baptist in Salgen. Die meisten der 45 Kinder allerdings ahnen: Das ist heute ein besonderer Vormittag. Erzieherin Lisa Hienle sagt, die Kinder sollten doch gleich mal rüberkommen in die Turnhalle. Da wollten sie gemeinsam noch ein ganz besonderes Lied einüben. Am 6. Dezember ist ja Nikolaustag.

Leni entdeckt den Nikolaus in Salgen als Erste

Alle machen sich auf den Weg um kurz vor 9 Uhr. Selbst die Kleinsten unter den Drei- bis Fünfjährigen schnappen sich ihren kleinen Stuhl und gehen die paar Schritte rüber in den Turnraum. Leni ist die Erste, die mitbekommt, was sich tatsächlich tut. Sie hat drüben bei der Eulennest-Gruppe – da spielen die Kinder der Krippe – einen Mann gesehen. Rote Mütze, goldener Stab, goldenes Buch – die Sache ist klar: Der Nikolaus kommt!

Tatsächlich. Die Tür zum Garten geht auf, und hereinspaziert kommt der Heilige Mann, von dem die Kinder schon so viel Gutes gehört haben. Armen Menschen hilft der Nikolaus, weiß Lena. Und Leon ergänzt, dass er den Armen Essen gibt. Und auch was zum Trinken, ruft Mathilda. Er hat auch schon mal Leute aus Seenot gerettet. Lena weiß, dass der Nikolaus gerade ganz viel zu tun hat. Er besucht ja fast alle Kinder auf der Welt, „und da muss er sich auch mal ausruhen.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Der Papa hat den Nikolaus schon mal im Wald getroffen

Sara kennt sogar den Wohnort vom Nikolaus. Im Wald hat ihn mal ihr Papa getroffen. Da sei er eine Abkürzung gefahren, und plötzlich stand da der Nikolaus, erzählt die Fünfjährige. Das ist da, wo der Papa immer das Moos für die Weihnachtskrippe holt.

Jetzt ist er also wirklich da im Kindergarten, der Heilige Mann mit Stab, Mitra und goldenem Buch. Die drei- bis fünfjährigen Mädchen und Buben sitzen im Halbkreis, und alle schauen mit einer Mischung aus freudiger Erwartung und etwas Sorge drein, was denn da kommen werde. Schließlich hat der Nikolaus da einen finsteren Gesellen mit Rute im Schlepptau, der sich aber als lieber Kerl entpuppt und sich zum Schluss als gut erzogener Knecht Ruprecht von jedem Kind per Handschlag verabschiedet. In Salgen und Hausen gibt es ja nur nette Kinder, da wird dann eben auch Knecht Ruprecht ein ganz artiger.

Der Nikolaus lobt die Kinder auch sofort. Und schenkt jedem einen kleinen Nikolaus, einen aus Schokolade. Franziska in ihrem Dirndl sagt artig besonders gut hörbar danke zum Nikolaus. Andere sind so schüchtern, dass sie sich möglichst schnell wieder auf ihren sicheren Platz zurückziehen.

Und dann legt der Nikolaus noch einen Sack voller Geschenke auf den Boden. Der ist für die Füchse-Gruppe. Und ein weiterer zugeschnürter Jutesack ist für die Drachen-Gruppe. Aber bitte so verteilen, dass jeder was bekommt, mahnt der Nikolaus. Die Kinder haben dem Nikolaus und seinem Begleiter auch was mitgebracht: Ein paar Verse tragen sie gemeinsam vor und singen das Nikolauslied „Lasst uns froh und munter sein“.

Und dem Nikolaus müssen die Kinder noch etwas versprechen. Sie toben ja im Sommer gerne im Garten herum. Und da kommt es hin und und wieder zu Streitereien, wie ihm zu Ohren gekommen ist. Brav sein sollten sie und das Streiten sein lassen. Und dann macht er sich schon wieder auf den Weg. Der Nikolaus in Salgen und mit seinem Knecht Ruprecht sind mit dem Traktor gekommen. Das ist nur zu verständlich. Schließlich müssen die beiden ja noch jede Menge Geschenkpakete ausfahren. Der Nikolaus muss ja noch viele Kinder besuchen. Bei manchen kommt er sogar noch einmal vorbei. Am Abend daheim, „weil der Papa ihn eingeladen hat“, wie Leon erzählt.

Wie fanden nun die Kinder den Besuch? Weil es in Schwaben ja heißt, nichts gesagt ist gelobt genug, sagt er: War schon okay.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20IMG_3902.tif

Seit 40 Jahren am Erdgas-Netz

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen