Newsticker

Spanien meldet Rekordzahl an Todesopfern binnen 24 Stunden
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Die Bürgermeister-Kandidaten stehen erstmals im Rampenlicht

Kirchheim

17.10.2019

Die Bürgermeister-Kandidaten stehen erstmals im Rampenlicht

Susanne Fischer präsentierte sich am Montag den Bürgern.
2 Bilder
Susanne Fischer präsentierte sich am Montag den Bürgern.
Bild: home

Susanne Fischer und Ernst Striebel stellen sich den Kirchheimern vor. Beide präsentierten sich und ihre Pläne für die Kommunalwahl 2020.

Mit einer Viertelstunde Verzögerung begann die Aufstellungsversammlung von Susanne Fischer am Montagabend: Es hatte so lang gedauert, bis jeder Interessierte einen Platz im eng bestuhlten Gastraum gefunden hatte. So mancher war sogar schon draußen wieder umgedreht, als er die lange Schlange vor der Eingangstür gesehen hatte.

Mit einem solchen Andrang hatte auch Susanne Fischer nicht gerechnet. „Ich bin total überrascht, wie viele gekommen sind“, sagte sie in ihrer Begrüßung. „Unglaublich toll, wow!“ Zunächst stellte die 55-Jährige sich, ihren Werdegang und ihre Hobbys vor (Mehr über Susanne Fischer erfahren Sie hier: Susanne Fischer will Bürgermeisterin werden), anschließend erläuterte sie ihr Motto „Gutes pflegen, Neues bewegen“: Sie wolle Bewährtes unterstützen, aber auch offen sein für Themen, „die uns als Gemeinde weiterbringen“. Von ihrem Vater – selbst 18 Jahre Bürgermeister in Kirchheim – habe sie die unerschrockene Herangehensweise an Dinge, von ihrer Mutter die Fähigkeit, Probleme zu lösen, so Fischer.

Susanne Fischer arbeitet sich gerade in die Kirchheimer Themen ein

Momentan arbeite sie sich in die einzelnen Themenfelder Kirchheims ein. Vorantreiben wolle sie etwa die Ortsentwicklung. Sie will als Bürgermeisterin der Jugend Aktionsfelder bieten, Jung und Alt zusammenbringen, den Ort attraktiv für Familien, aber auch für Gewerbe und Fremdenverkehr machen sowie die Vereine unterstützen. Sie habe im Leben gelernt, sich auf Themen und Situationen einzustellen, sagte Fischer, und sie sei sich sicher: „Alles, was man mit Freude anpackt, kann gelingen.“ Am Ende überzeugte sie mit ihrer Rede 124 Anwesende, die sie nominierten.

Die Bürgermeister-Kandidaten stehen erstmals im Rampenlicht

Sehr gut besucht war auch die Nominierungsversammlung von Ernst Striebel am Dienstag. Der 45-jährige Familienvater ist seit 18 Jahren Mitglied im Kirchheimer Marktrat und hat dort gleich zu Beginn lernen müssen: 80 Prozent der Entscheidungen seien Verwaltungsakte mit geringem Spielraum. „Aber die 20 Prozent, die man gestalten kann, sind es wert, sich dafür einzusetzen“, sagte er. „Das ist der Punkt, warum ich heute hier stehe.“ Kirchheim sei der Mittelpunkt seines Lebens, ein Ort mit Potenzial, das man noch mehr ausschöpfen könne. Mehrfach betonte Striebel bei der Vorstellung seiner Visionen und Ideen, wie wichtig ihm dabei das Miteinander sei. (Mehr über Ernst Striebel erfahren Sie hier: Ein erster Bürgermeister-Kandidat für Kirchheim)

Bürgermeister-Kandidat Ernst Striebel findet, Kirchheim solle Veranstaltungen nicht unter Wert verkaufen

Er wolle „gestalten statt verwalten“; die Attraktivität von Kirchheim und seinen Ortsteilen stärken, etwa indem Wohnraum geschaffen werde. Er sprach sich nicht nur für die Ausweisung von neuen Bauplätzen aus, sondern auch dafür, die Strukturen zu schaffen – innerorts zum Beispiel mit einem Bebauungsplan –, damit auch lange und enge Grundstücke optimal bebaut werden könnten. Er kenne das Klischee über den „Striebel und sein alt’s Glump“, sagte er und erwähnte wie zum Gegenbeweis das in seinen Augen positive Beispiel Spöck, wo ein alter Bauernhof abgerissen wurde, um fünf Bauplätze zu schaffen. Altersgerechtes Wohnen sei wichtig – nicht nur für Senioren, sondern auch für junge Leute, die gerade ins Berufsleben starten. Striebel sprach Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen in Kirchheim an, die man nicht unter Wert verkaufen sollte, etwa den Leonhardiritt oder den Adventszauber.

Das Gewerbegebiet, das „nahe an einer Verwirklichung ist“, sei ein „Magnet, den wir unbedingt brauchen“. Die Gemeinde sieht er in der Moderationsrolle, wenn es um den gemeinsamen Auftritt der Gewerbetreibenden geht. Er wolle sich dafür einsetzen, hier Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen, ebenso eine gute Infrastruktur und kurze Wege für den täglichen Bedarf. Auch ein bürgernahes Rathaus ist ihm wichtig. „Der Bürgermeister und die Kommune sind für die Menschen da.“ 98 Anwesende nominierten Striebel.

Hier lesen Sie den Kommentar zu den Nominierungsversammlungen in Kirchheim: Kirchheimer sollten Chance nutzen

Darum brauchen die Kirchheimer jetzt einen neuen Bürgermeister: Bürgermeister Hermann Lochbronner hört auf

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren