Newsticker

Corona-Zahlen in Deutschland: Rund 11.000 Neuinfektionen gemeldet
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Eine traumhafte Weltreise mit Bildern aus Sand

Bad Wörishofen

03.01.2019

Eine traumhafte Weltreise mit Bildern aus Sand

Irina Titova zeigte sich zu Beginn als Erzählerin ihrer Geschichte auf der Bühne. Mit ihrer Sandmalerei (kleines Foto) entführte sie die Besucher im Kurtheater zu einer Reise um die Welt.
Bild: Helmut Bader

Die Künstlerin Irina Titova bringt den Besuchern im Kurhaus eine seltene Kunst nahe

Was ist Sandmalerei? Der eine oder andere hatte zwar so etwas schon einmal in kurzen Ausschnitten im Fernsehen gesehen, doch viele wussten mit dieser noch relativ neuen Art von Kunst nicht allzu viel anfangen. Im fast ausverkauften Kneippstädter Kurtheater konnten die Besucher nun live erleben, was dahinter steckt und dabei auch gleich erfahren, dass es noch etwas ganz Besonderes ist, Sandkunst im Original zu erleben. Dazu kam , dass mit der 27-jährigen Irina Titova eine der Besten dieses Faches zu Gast war, die nicht umsonst schon als „Queen of Sand“ bezeichnet wird.

Die Sandmalerei begeisterte die Besucher im Kurhaus in Bad Wörishofen

Die junge Russin, die in Wien Kunst studiert hat, benötigt nur eine unterleuchtete Glasplatte, einen Beamer, eine große Leinwand und Sand, um ihre kunstvollen Bilder zu zelebrieren. Mit ihren geschickten Fingern wechselt sie diese in Sekundenschnelle auf der Glasplatte, von wo sie auf die Leinwand transferiert werden und beim Publikum meistens mit dem Ausdruck des Erstaunens aufgenommen werden. Mit vielen „Oh´s“und „Ah‘s“ und immer wieder Applaus bei besonders gelungenen Bildern begleitete dieses auch im Kurtheater ihre Darbietungen. Am Ende war es ein mehr als eindrucksvoller Abend mit der Erkenntnis, einmal etwas ganz Besonderes erlebt zu haben.

Eingebettet war die Show der Bilder in eine reizende kleine Geschichte aus der Feder von Katrin Wiegand mit dem Titel „In 80 Bildern um die Welt“, die mit der Stimme von Joachim Kerzel als Erzähler über den Lautsprecher eingespielt wurde. Dazu erklangen Melodien wie der „Titanic-Song“, „San Francisco“ oder „New York, New York“, stets passend zu den Orten, wo die Handlung eben gerade spielt. Somit wurde das Ganze zu einer Reise in Traumwelten und an bekannte Orte rund um den Globus. Sie führte von London aus über Indien, nach Japan, San Franzisko. New York und wieder zurück nach London, angelehnt an die Geschichte von Jules Verne. Irina Titova lieferte dazu die jeweils passenden Bilder vom Big Ben über den Eiffelturm zur Kirschblüte in Japan oder mit der Eisenbahn im Wilden Westen.

Die fließende Vergänglichkeit im Kurhaus in Bad Wörishofen

Sie tut dies stets im fließenden Übergang, so dass die Vergänglichkeit ihrer Kunstwerke zum Ausdruck kommt, diese andererseits aber auch Magie und Einzigartigkeit symbolisieren. Es ist die atemberaubende Geschwindigkeit und die anmutige Leichtigkeit, mit der aus den Sandkörnern auf der Glasplatte komplette, traumhafte Bilder entstehen.

Die Künstlerin ließ am Ende der Geschichte um den Londoner Lord Mr. Fogg, seinen treuen Diener Passepartou und den Detektiv Mr. Fix, die natürlich ein glückliches Ende nahm, ein begeistertes Publikum zurück, das diese mit reichhaltigem und verdientem Applaus bedachte.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren