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Einweihung

19.03.2018

Festtag für die Schulfamilie

Weihbischof Florian Wörner segnete in der neuen Turnhalle die Erweiterungen der Maria-Ward-Schule.
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Weihbischof Florian Wörner segnete in der neuen Turnhalle die Erweiterungen der Maria-Ward-Schule.

Der Neubau an der Maria-Ward-Realschule in Mindelheim ist fertig. Planer und künftige Nutzer sind gleichermaßen begeistert, denn für mehr als sieben Millionen Euro hat sich Einiges getan

Nun kann das Werk die Baumeister und Planer loben. Dies war auch ein echtes Anliegen für Peter Kosak. Während eines Festaktes dankte der Direktor des Schulwerkes der Diözese Augsburg allen, die wie er betonte, mit viel Einsatz und Können an der Erweiterung der Maria-Ward-Realschule mitwirkten. Es geht um Mensa, Sporthalle sowie sieben neue und mit allen technischen und digitalen Raffinessen ausgestattete Klassenzimmern im Dach der Bildungsschmiede. Man habe damit dem 7,1 Millionen Euro teuren Neubau-Objekt die „Krone“ aufgesetzt.

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Bei allen Planungen für die neuen Räumlichkeiten habe, wie Kosak betonte, das Leitbild „Vorrang für den Menschen“ eine entscheidende Rolle gespielt. „Unsere Mission ist es, bei jungen Menschen die ihnen vom Schöpfer geschenkten Begabungen und individuellen Anlagen zur Entfaltung zu bringen“.

Vertreter aus allen Bereichen der Gesellschaft waren zum Festakt gekommen, um Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen zur termingerechten Fertigstellung des Neubau-Projektes zu gratulieren und ihre Verbundenheit mit „Maria Ward“ auszudrücken. Für die vielen guten Wünsche der Ehrengäste bedankte sich der Unterstufenchor mit Mozart-Melodien, die Streicherklassen führten eine Kinder-Sinfonie auf, die Gitarrengruppe zupfte „Samba, Samba“ und ein Bläserensemble drückte seine Freude über das gelungene Werk mit dem Triumphmarsch aus Guiseppe Verdis Oper „Aida“ aus.

Festtag für die Schulfamilie

Angesichts des vielfältigen musikalischen Programms glaubte sich Landrat Hans-Joachim Weirather in ein „Ausbildungszentrum für künftige Musikhochschulstudentinnen“ versetzt. Der Landkreischef dankte der Diözese für ihren finanziellen Kraftakt, schwärmte von einem völlig „geräuschlosen Ablauf“ der Baumaßnahmen und unterstrich, mit der Erweiterung der Realschule sei man in der Bildungsregion Unterallgäu einen großen Schritt weiter gekommen. Beeindruckt von der pädagogischen Arbeit der Lehrkräfte zeigte sich auch der Ministerialbeauftragte Bernhard Buchhorn. „Wer Türme bauen will, muss lange bei den Fundamenten verweilen“, zitierte er Anton Bruckner und bescheinigte Architekt Fritz Holl und seinen Handwerkern, genau daran gedacht zu haben. Maria Ward, lobte Buchhorn als „Aushängeschild in der bayerischen Schullandschaft“.

Vizebürgermeister Hans-Georg Wawra, früher Konrektor an der Schule, gratulierte namens der Stadt Mindelheim. „Der von uns gewährte Finanzierungszuschuss in Höhe von 375 000 Euro ist bestens angelegt“, gab er sich überzeugt. „Wir sind sicher, dass die an der Schule praktizierte solide, moderne und auf den ganzheitlichen Menschen ausgerichtete Bildungsarbeit reiche Rendite in Form von Lebenstüchtigkeit und Fachkompetenz abwirft“.

Wenn nicht der Herr das Haus baut, bauen die Bauleute vergebens“, erinnerte der evangelische Pfarrer Nils Haugg die Schulfamilie. Eingangs hatte Schulleiterin Rosa Ritter den Dichterfürsten Goethe zitiert. Der stellte in seinen „Wahlverwandtschaften“ drei Forderungen an ein neues Gebäude. Es muss am rechten Fleck stehen, wohlgegründet und vollkommen ausgeführt sein. „Wir haben das Bestmögliche getan“, konstatierte die Rektorin und bemerkte scherzhaft: „Ich glaube Goethe würde uns gratulieren“.

Recht angetan von der Schulerweiterung zeigte sich auch deren Namensgeberin Maria Ward. Als Marionette, an zwei Schnüren hängend, ließ sich die Ordensgründerin von Eltern, Lehrern und Schülerinnen in ein Zwiegespräch verwickeln. Constanze Günther lieh dem „Englischen Fräulein“ ihre Stimme. Unter anderem wurde Maria Ward gefragt, was sie von der Einschulung von Buben im neuen Schuljahr halte. „Männer sind auch Menschen“, kam prompt ihre Antwort.

Weihbischof Florian Wörner bat in der neuen Sporthalle um den Segen Gottes für alle, die in der Noch-Mädchen-Realschule lernen und lehren.

Da fiel es den jungen Turnerinnen leicht, mit artistischen Leistungen zu glänzen.

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