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Eppishausen

17.10.2020

In Eppishausen einen wichtigen Dienst am und für die Bürger geleistet

Auch die ausgeschiedenen Mitglieder des Gemeinderats, die zwischen sechs und 36 Jahren im Gremium tätig waren, wurden von Bürgermeisterin, Susanne Nieberle (Zweite von links), mit viel Lob bedacht. Sie erhielten in Anerkennung ihres ausgeübten Ehrenamtes Geschenke, Urkunden und Ehrenzeichen überreicht.

Plus Eppishausens neue Bürgermeisterin Susanne Nieberle verabschiedet offiziell ihren Vorgänger Josef Kerler und sechs ehemalige Gemeinderäte. Auf sie ging ein wahrer Auszeichnungsregen nieder.

Die Gemeinde Eppishausen hat einen neuen Alt-Bürgermeister. Neben Erwin Habermann aus Haselbach ist nun Josef Kerler aus Eppishausen der zweite noch lebende Bürger, dem diese Auszeichnung zuteilwurde. Für sein zwölfjähriges kommunales Engagement und seine zahlreich ausgeübten Ehrenämter erhielt er zudem die Bürgermedaille in Silber „Für besondere Verdienste“ der Gemeinde Eppishausen verliehen. Diese erhielten auch die ausgeschiedenen Gemeinderäte Josef Kleiber, Johann Miller sowie Johann Schilling für ihre langjährige kommunale Tätigkeit. Günther Heinrich wurde mit dem Ehren-Teller der Gemeinde ausgezeichnet.

„Mit der Corona-Welle ist so manche Feierlichkeit ins Wasser gefallen. Auch die offizielle Verabschiedung und Ehrung des ausgeschiedenen Bürgermeisters Josef Kerler und der sechs Gemeinderäte waren ganz anders geplant. Nun sind wir froh, dass wir dies heute im kleinen Rahmen nachholen können“, sagte Susanne Nieberle, die im März zur neuen Bürgermeisterin der Gemeinde gewählt wurde.

In Eppishausen kamen der neue Gemeinderat und seine Vorgänger zusammen

Sie hatte den neuen Gemeinderat, ihren Vorgänger sowie die sechs ausgeschiedenen Gemeinderäte zu einer kleinen Feier ins Gasthaus „Drei Rosen“ eingeladen. Dabei waren auch die Partner und Ehefrauen sowie eine Abordnung der örtlichen Musikkapelle, die als Dankeschön für die gewährten Zuschüsse und die steten Unterstützungen der Gemeinde mit flotter Unterhaltungsmusik ihren Dank ausdrückte. Dazugesellt hatte sich auch der neue Kaplan der Pfarreiengemeinschaft Kirchheim, Pater Jijo.

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Wie Susanne Nieberle erwähnte, fanden in der vergangenen Legislaturperiode 93 Sitzungen statt, bei denen mehr als 960 Tagesordnungspunkte behandelt wurden. „Dafür habt ihr eure Freizeit geopfert, Familie oder Partnerin sowie Hobbys hintangestellt, um die Demokratie in der Gemeinde am Leben zu erhalten. Das ist Ehrenamt, das ist Gemeinsinn. Ihr habt mit eurer Tätigkeit einen wichtigen Dienst am und für die Bürger geleistet. Dafür danke ich von ganzem Herzen, auch im Namen der Bevölkerung.“

Anschließend rief die Bürgermeisterin die ausgeschiedenen Ratsmitglieder einzeln zu sich, überreichte eine Ehrenurkunde samt Geschenk und gab zu jedem einen kurzen Rückblick: Tobias Fink (Haselbach) war sechs Jahre im Gremium und wirkte als Jugend-Beauftragter und im Kindergarten-Ausschuss. Stefan Lutzenberger (Mörgen) gehörte sechs Jahre dem Rechnungsprüfungsausschuss an.

Diese Ratsmitglieder in Eppishausen wurden geehrt

Günther Heinrich (Eppishausen) rückte von 2012 bis 2014 für Gerhard Steber nach und war dann bis 2020 Ratsmitglied. Er war Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses sowie Senioren- und Behinderten-Beauftragter, ein Amt, das er auch heute noch ausübt. Zudem fungierte er jahrelang als Vorsitzender des Musikvereins „Lyra“, Kirchenpfleger, Kreisbrandmeister und als Kassierer für mehrere Vereine. Als Anerkennung für diese ehrenamtlichen Tätigkeiten verlieh ihm Nieberle den silbernen Ehren-Teller mit Urkunde der Gemeinde.

Johann Schilling (Eppishausen) war vier Perioden im Gemeinderat. Er vertrat im Schulverband Kirchheim die Gemeinde Eppishausen, saß im Bauausschuss und war jahrelang als Vorstand für den geordneten Ablauf aller politischen Wahlen zuständig. Josef Kleiber (Haselbach) brachte es ebenfalls auf 24 Jahre Ehrenamt. Er war von 1990 bis 2002 und 2008 bis 2020 im Gremium. Zudem hatte er einen Sitz im Kindergarten-, Bau- und Rechnungsprüfungsausschuss. Des Weiteren war er in den vergangenen sechs Jahren Zweiter Bürgermeister.

Mit Johann Miller (Könghausen) konnte Nieberle ein echtes Urgestein der Kommunalpolitik verabschieden. Der 68-Jährige aus dem Könghauser Ortsteil Aufhof brachte es auf sage und schreibe 36 Jahre Gemeinde-Politik. Tätig war Miller im Kindergarten- und Bauausschuss, als Schulverbandsrat sowie Verbandsrat beim Zweckverband Staudenwasser. Von 2002 an hatte er auch das Amt des Zweiten Bürgermeisters inne. Bereits 2017 wurde ihm die kommunale Verdienst-Medaille in Bronze durch Landrat Weihrater überreicht.

Für seine zwölfjährige Tätigkeit als Erster Bürgermeister von Eppishausen und seine Verdienste in der Kommunalpolitik wurde Josef Kerler von seiner Nachfolgerin Susanne Nieberle zum Alt-Bürgermeister ernannt und mit der Bürgermedaille ausgezeichnet.

Das Größte, die Ehrung des ehemaligen Bürgermeisters Josef Kerler, hob sich Nieberle für den Schluss auf. In einer überwältigenden Laudatio würdigte sie sein Wirken in der Gemeinde, auf kommunaler und Landkreis-Ebene. Anschließend ernannte sie auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderates Kerler zum Alt-Bürgermeister und überreichte ihm die Ernennungsurkunde sowie die Bürgermedaille in Silber. Dieser bedankte sich für die hohe Ehre, die ihm zuteilwurde und im Namen seiner ausgeschiedenen Räte. Ein gemeinsames Essen und fröhliche Stunden rundeten den feierlichen Abend ab.

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