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31.07.2010

Insolvenz: 500 Arbeitsplätze bedroht

Allgäu Der konjunkturelle Aufschwung ist noch nicht in allen Regionen angekommen. So erhöhte sich laut des Inkasso-Unternehmens Creditreform Kempten im Allgäu die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auch 2010 nochmals. Insbesondere die Landkreise Lindau, Oberallgäu und Unterallgäu weisen einen Zuwachs gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 auf. Deutlich gesunken ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen dagegen im Ostallgäu. Hier ging die Zahl der Fälle von 21 auf nur noch 13 zurück.

Viele Unternehmen in der Region sind noch durch die schwere Rezession im vergangenen Jahr angeschlagen. Ohne Rücklagen war die Liquiditätslage der Betroffenen stark belastet. Das führte zu einem Anstieg der Insolvenzzahlen gerade bei kleinen Unternehmen. Hinzu kam das restriktive Finanzierungsumfeld, worunter vor allem bonitätsschwache Firmen zu leiden hatten.

Insgesamt sind durch die insolventen Unternehmen rund 500 Arbeitsplätze bedroht. Ein Großteil dieser Stellen wird im Zuge von Liquidierung beziehungsweise Sanierung voraussichtlich wegfallen. Nur in jedem achten insolventen Unternehmen (12,0 Prozent) waren zum Zeitpunkt der Insolvenzmeldung mehr als zehn Personen beschäftigt.

Zumeist sind es Kleinstbetriebe, Gewerbetreibende und Selbstständige ohne oder mit nur wenigen Angestellten, die im ersten Halbjahr 2010 Insolvenz anmelden mussten. Rund 62 Prozent der insolventen Unternehmen in der Region waren im Dienstleistungssektor tätig, 30 Prozent im Handel. (mz)

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