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Festival der Nationen

25.09.2017

Kinder erleben den Weltstar hautnah

Die Talente des vbw-Festivalorchesters üben mit Weltstar David Garrett.
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Die Talente des vbw-Festivalorchesters üben mit Weltstar David Garrett.

Das Bildungsprojekt macht es möglich: David Garrett spielt in Bad Wörishofen ausschließlich für Sechs- bis 16-Jährige

Sie haben es geschafft – sie sind drin im Kursaal. Rund 800 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren erleben Stargeiger David Garrett hautnah – und gratis. Möglich macht dies das Bildungsprogramm des Festivals der Nationen in Bad Wörishofen. Darauf freuen sich auch Leni und Tamica aus der dritten Klasse der St. Ulrich-Grundschule aus Schwabmünchen. Sie spielen bereits selbst ein Instrument, Leni Cello und Klavier und Tamica Klavier. Sie und alle anderen Schülerinnen und Schüler, auch die rund 70 aus der Pfarrer-Kneipp-Grund- und Mittelschule Bad Wörishofen sind gespannt, wie das wohl werden wird.

Gemeinsam mit dem vbw-Festivalorchester – ausschließlich besetzt mit Kindern und Jugendlichen – gibt Garrett die Generalprobe für die Galaauftritte. Unter dem Dirigat von Christoph Adt hören die jungen Gäste Carl Maria von Weber: die Ouvertüre zur Oper „Euryanthe“, das Violinkonzert in D-Dur von Peter Iljitsch Tschaikowsky und von Antonín Dvorák die Sinfonie Nr. 7 in d-Moll. Der vierte Satz dieser Sinfonie begeisterte schon die Schulkinder bei der MZ-Aktion „Kinder spielen für Kinder“, als Christoph Adt ihnen Instrumente und Orchester vorstellte und erläuterte. In der Generalprobe geht es vor allen Dingen um den gesamten Ablauf und das harmonische Zusammenspiel von Orchester und Solist.

Vor der Probe wimmelt es vor dem Eingang und schließlich im Foyer des Kurhauses von aufgeregten Kindern, Jugendlichen und ihren Begleitpersonen. Als sie alle ihre Plätze gefunden haben, begrüßt sie Mitorganisator Werner Roch. Er erzählt, dass die Musiker schon an drei vorangegangenen Wochenenden für die Konzerte geprobt hätten. Dirigent Christoph Adt erläutert, dass das die letzte Probe vor dem Konzert sei. Es würde so gespielt, als ob es ein Konzert wäre, nur ohne Pause. Jetzt dürfen die Kontrabassisten ausnahmsweise auf Hockern sitzen, später müssten sie stehen. Auch David Garrett darf noch sitzen, allerdings reißt es den Star doch manches Mal förmlich vom Hocker, wenn der im Stehen zu schnellen Fingerläufen ansetzt. Das Violinkonzert von Tschaikowsky kennt er sehr gut. Beim Interview im „Do Re Mikro“ im BR Klassik-Radio sagte er, dass er dieses Konzert schon mehr als 150 Mal gespielt hat. Und dass er in Bad Wörishofen gleich zwei Konzerte gibt, das seien für ihn, der ja durch die ganze Welt tourt, purer Luxus. Denn hier drei Tage sein zu dürfen, das sei etwas Besonderes. Da könne er auch ein wenig entspannen und sich mal ausschlafen. Bei der Probe klappt alles schon so gut, da muss kein Takt wiederholt werden. Bei der Ouvertüre von Weber waren es nur wenige Takte. Bereits vor der Generalprobe mit Publikum hatten die jungen Musiker die ersten drei Sätze der 7. Sinfonie von Antonín Dvorák gespielt, sodass die Zuhörer im Saal nur noch den letzten, den 4. Satz hörten. Der Applaus war heftig und herzlich an diesem besonderen Vormittag. (sid)

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