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Jugendarbeit

30.04.2014

Knoten binden und Wege finden

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2 Bilder
Die Zelte werden mit Holzkonstruktionen aufgebaut. Im Vordergrund bauen die Pfadfinder als Abwechslung mal ein Haus.

Es gibt viele Pfadfinder in Deutschland. Doch die Mitglieder sind einigen Vorurteilen ausgesetzt, wie ein Mindelheimer erklärt

Man hört nicht mehr viel von ihnen und wenn, dann sind es typische Klischees. Aber es gibt sie noch: die Pfadfinder. Über 150 Bünde bestehen in ganz Deutschland. Und auch die Unterallgäuer Kreisstadt Mindelheim hat eine Pfadfindergruppe. Sie gehört zur Christlichen Pfadfinderschaft Kreuzträger, die auch Stämme in Kaufbeuren, Memmingen und Kempten hat.

Gelernt werden Dinge, die man auch im Alltag brauchen kann

Philip Riedmaier ist Mitglied bei den Mindelheimer Pfadfindern. Toll findet er am Pfadfinderdasein, dass man viel draußen in der Natur sein kann. „Man kann aus dem hektischen Alltag mit Schule und ständig verfügbarer Technik mal rauskommen“, sagt der 14-Jährige. Zudem findet er es gut, mit Freunden zusammen etwas zu unternehmen. Das machen die Pfadfinder beispielsweise bei ihren Lagern. Die finden immer während der Schulferien statt. Die Jugendlichen zelten gemeinsam, gehen wandern oder machen Waldspiele. Dabei können sie alles anwenden, was in den Gruppenstunden einmal pro Woche trainiert wird. Dabei sind Knotentechnik, Zeltbau (die Pfadfinder bauen spezielle Zelte auf, siehe Bild), erste Hilfe oder Orientierung mit Karte und Kompass. „Alles, was wir machen, sind Sachen, die man täglich brauchen kann“, sagt Philip Riedmaier.

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Der Schüler findet es toll, dass die Gruppen aus vielen jungen Leuten bestehen und man sich auch mit anderen in Deutschland austauschen kann. Von etwa sechs Jahren an bis circa 16 Jahren kann man aktiv in den einzelnen Gruppen mitmachen. Danach bieten sich Leiterpositionen oder organisatorische Tätigkeiten an. „Es gibt eigentlich niemanden, der älter als 25 Jahre ist“, sagt der 14-Jährige. Er selbst leitet auch schon eine jüngere Gruppe, die sogenannte Meute. Das sind Kinder von sieben bis elf Jahren.

Nicht gut auf Donald Duck zu sprechen

Die gängigen Klischees über die Gruppe stören Philip Riedmaier. „Durch Donald Duck und einige Hollywood-Filme sind die Pfadfinder lächerlich gemacht worden“, sagt der 14-Jährige. Das ziehe viele Probleme nach sich. Die Mitglieder würden teilweise komisch angeschaut und es sei schwer, überhaupt neue zu finden.

Mit dem ersten Pfadfinderlager im Jahr beginnt die Sommersaison. Zum gemeinsamen Zelten und Spaß haben vom Freitag, 2., bis Sonntag, 4.Mai, können sich interessierte Jugendliche noch anmelden bei Philip Riedmaier unter der Telefonnummer 08261/21160.

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