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Allgäu

07.12.2020

Kurzarbeit im Allgäu in Zahlen

Um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten, wurden die Corona-Sondermaßnahmen zur Kurzarbeit bis Ende 2021 verlängert.
Bild: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Plus Aufgrund von Corona haben so viele Betriebe wie noch nie auf einmal Kurzarbeit angemeldet. Die Arbeitsagentur nennt Zahlen, wie viele Firmen und Arbeitnehmer betroffen sind.

Im Rahmen ihrer Arbeitsmarktstatistik hat die Allgäuer Agentur für Arbeit auch Zahlen zur Kurzarbeit veröffentlicht. Mit Kurzarbeitergeld wird ein Verdienstausfall von Personen zumindest teilweise wieder ausgeglichen, wenn die Beschäftigten vorübergehend weniger Arbeit haben. So sieht die Kurzarbeit-Statistik im Allgäu aus.

Aufgrund von Corona haben Unternehmen im Allgäu vor allem in den Monaten März, April und Mai Kurzarbeit aus konjunkturellen Gründen in einem bis dato nicht gekannten Umfang angezeigt. In den Folgemonaten gaben Betriebe zunächst deutlich weniger neue Anzeigen auf Kurzarbeit herein. Nach aktuellen Hochrechnungen nahmen diese aber zuletzt wieder zu, teilt die Arbeitsagentur mit. Genaue Zahlen gibt es allerdings nicht – aus gutem Grund.

Betriebe haben mehrere Monate Zeit, um ihre Abrechnungen einzureichen: Erst dann ist wirklich klar, ob eine beantragte Kurzarbeit auch in der Realität stattgefunden hat. Deshalb liegen für den Agenturbezirk statistische Ergebnisse über die tatsächliche Kurzarbeit als Hochrechnung bis Juli dieses Jahres vor.

Rund 60.000 Beschäftigte aus dem Allgäu waren im April in Kurzarbeit

Zum Höhepunkt im April arbeiteten annähernd 60.000 Beschäftigte aus dem Allgäu verkürzt. Bereits im Mai war in den Abrechnungen ein erster leichter Rückgang auf knapp 56.600 Kurzarbeiter erkennbar. Dieser Rückgang verstärkte sich im Juni und Juli auf zuletzt gut 32.100 Mitarbeiter, für die Kurzarbeitergeld geleistet wurde. In den Folgemonaten dürfte sich dieser Trend fortsetzen, denn eine Reihe von Betrieben kehrte zumindest in Teilen wieder zu einer verstärkten Beschäftigung zurück. Im November erwartet die Arbeitsagentur aber wegen der gestiegenen Zahl an Anzeigen auch wieder Kurzarbeit in größerem Umfang.

Mit einer „Kurzarbeiter-Quote“ lässt sich der Anteil der Kurzarbeiter an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten darstellen. Während in den Monaten April und Mai jeder fünfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verkürzt arbeitete, ging ihr Anteil im Juli auf 11,5 Prozent zurück.

Im November meldeten Betriebe 860 Mal neu Kurzarbeit an

Im November kamen gut 860 neue Kurzarbeit-Anzeigen für maximal 8629 Mitarbeiter herein. Im Regelfall muss eine Anzeige nicht monatlich neu gestellt werden, sondern sie wirkt für längstens zwölf Monate. Eine ganze Reihe von Betrieben hat jedoch in den Sommermonaten für mindestens drei Monate die Kurzarbeit ausgesetzt. Für den Fall einer erneuten Kurzarbeit ist deshalb eine neue Anzeige bei der Agentur für Arbeit einzureichen. In der Statistik wird nicht abgebildet, wie viele der angegebenen 860 neuen Anzeigen nach einer Unterbrechung der Kurzarbeit erneut gestellt beziehungsweise vollständig neu hereingegeben wurden.

Infos zum Kurzarbeitergeld gibt es für Unternehmen telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Rufnummer 0800/4555520 und unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen.

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