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27.04.2015

Milcherzeuger erwarten vierfache Menge

J. Wiedemann
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J. Wiedemann

Johann Wiedemann über die Folgen des Milchquoten-Endes

Einen Blick in die Zukunft wagte Johann Wiedemann als Vorsitzender der Milcherzeugergemeinschaft Unteres Allgäu (MEG) bei der Jahresversammlung in Salgen. Nach dem Ende der Milchquote erwartet er in zehn Jahren das Vierfache an Milch je Erzeuger. Dafür jedoch werde die Zahl der Produzenten sinken. Auch Michael Schalk von der Molkerei Champignon und Mang rechnet künftig mit starken Mengen- und Preisschwankungen.

Die 113 Milcherzeuger in der MEG hätten laut Wiedemann im Schnitt jeweils 254 000 Kilo Milch erzeugt, vier Prozent mehr als im Vorjahr. Neu hinzugekommen sind sechs Mitglieder aus Kirchheim.

Michael Schalk erläuterte, dass viele Länder derzeit die europäischen Essgewohnheiten übernehmen, das steigere auch den Milchabsatz im Ausland. Trotz des schwachen Euros seien derzeit hohe Milchpulvermengen im Lager.

Vorsitzender Wiedemann fragte: „Warum tut sich nichts beim Preis?“ Auch die Milchbauern bräuchten einen gerechten Lohnansatz. Der Milchpreis müsste demnach 43 Cent betragen. Die Vollkosten seien 37 Cent je Liter. Unter 35 Cent hätten nur noch 10 Prozent der Erzeuger einen Gewinn. „Aus unternehmerischer Sicht sind wir unprofitabel“. Wiedemann sieht die Bauern ganz unten. „Wir bekommen was übrig bleibt“. (jd)

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