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Bad Wörishofen

22.11.2018

Nach Unfalltod des Besitzers: Happy End für die Husky-Welpen

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3 Bilder
Steffi Kratz ist glücklich, weil sie Sandy endlich mit nach Hause nehmen durfte. Zuvor mussten sich Mensch und Tier erst einmal mehrere Wochen lang aneinander gewöhnen – mit Erfolg, wie man sieht.
Bild: Ulla Gutmann

Nach einer tragischen Vorgeschichte kamen die neun Hunde im Tierheim zur Welt. Diese Nachricht bewegte unzählige Menschen - und das Blatt wendete sich.

Ein kleines Happy End in einer tragischen Geschichte: Acht von neun Husky-Welpen aus dem Tierheim in Beckstetten haben nun ein neues Zuhause gefunden. Die künftigen Besitzer durften die jungen Hunde jetzt im Tierheim abholen und mitnehmen, unter anderem nach Bad Wörishofen und Türkheim.

Das war aufregend, aber Mensch und Hund kannten sich zu diesem Zeitpunkt schon recht gut. Denn bereits seit drei Wochen besuchten die zukünftigen Herrchen und Frauchen die kleinen Vierbeiner. Dabei lernten sich nicht nur Mensch und Hund kennen, sondern auch die zukünftigen Welpenbesitzer untereinander, denn die Treffen fanden zeitgleich statt.

Alle Welpen wurden innerhalb des Einzugsgebietes des Tierheims Beckstetten vermittelt, nach Bad Wörishofen, der kleine Sam zu Familie Winkler nach Türkheim oder die kleine Sandy zu Familie Kratz nach Osterzell. Die Hälfte des Einzugsgebietes des Tierheims Beckstetten liegt im Landkreis Unterallgäu. Aus Bad Wörishofen erfährt das Tierheim seit jeher besondere Unterstützung, auch seitens der Stadt, welche jährlich 15.000 Euro überweist.

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Auf nach Bad Wörishofen, Türkheim und andere schöne Wohnorte für die kleinen Husky-Welpen

Zwölf Wochen alt sind die Husky-Welpen jetzt und schon ganz schön gewachsen – und auch ziemlich frech. Mit der Erziehung muss jetzt dringend begonnen werden und Frauchen Steffi Kratz zeigt stolz, wie ihre Sandy „Sitz“ und „Platz“ schon beherrscht. Steffi Kratz hatte Sandy ausgewählt, weil sie ruhiger ist wie die anderen Welpen und erst einmal schaut und beobachtet, bevor sie losrennt. In der neuen Hundebox fuhr sie im VW-Bus mit Frauchen Steffi und deren Söhne Dominik (21) und Bastian (19) nach Osterzell.

Dort wartete schon der dritte Sohn der Familie, Christoph (22), auf das neue Familienmitglied und die kleine Sandy erschnüffelte schnell die neue Umgebung.

Nach dem tragischen Unfall ihres Besitzers kam ein Husky-Pärchen ins Tierheim - wo die Hündin neun Welpen gebar. Seither suchte das Tierheim unter großer öffentlicher Anteilnahme nach Besitzern für die Hunde. Endlich war es soweit – die kleine Sandy durfte zu ihrer neuen Familie nach Osterzell. Drei Wochen lang besuchten Steffi Kratz, ihre drei Söhne und ihr Mann schon die kleine Husky Hündin im Tierheim in Beckstetten. Jetzt mit zwölf Wochen konnte diese das neue Zuhause erkunden und sie fühlte sich schnell richtig wohl. Auch für sieben weitere Welpen beginnt das Leben in einem neuen Zuhause, unter anderem in Bad Wörishofen und Türkheim.
Video: Ulla Gutmann


Kater Tito, ebenfalls aus dem Tierheim in Beckstetten, thronte auf dem Kachelofen – und war nicht allzu begeistert von dem Neuankömmling. Tito kennt Hunde, allerdings sind die sonst nur zu Besuch und gehen bald wieder. Diesmal, das hat er gleich erkannt, wird das anders sein. Sandy lernte schnell, wo ihr Körbchen steht, und spielte begeistert mit einem Ball, aus dem feine Leckerchen fielen. Drei sportliche junge Männer und deren Eltern, die gerne in die Berge gehen, werden in Zukunft für genügend Bewegung und Beschäftigung für Husky-Hündin Sandy sorgen.

Ein kleiner Husky musste nach der Geburt sogar reanimiert werden

Nach dem tragischen Unfall des Besitzers eines Sibirischen Huskies und einer Mischlingshündin aus Malamute und Sibirischem Husky kamen die Hunde ins Tierheim Beckstetten. Darüber berichteten wir bereits im Oktober: Außergewöhnliche Bewohner im Tierheim


Im Tierheim bemerkten die Mitarbeiter die Schwangerschaft und alle neun Welpen kamen am 13. August 2018 im Tierheim zur Welt – mit Unterstützung von Mitarbeiterin Marilise Marcelino, die sogar einen Welpen nach der Geburt reanimieren und beatmen musste. Der Rüde wurde in der Folge sehr schnell vermittelt und die Hündin kann nach Abgabe der Welpen ebenfalls an die neuen Besitzer übergeben werden, die sie schon oft besucht haben, um mit ihr spazieren zu gehen.

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