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Tussenhausen

03.07.2020

Neues Baugebiet: Tussenhausen macht Platz für Familien

In Tussenhausen können zukünftig junge Familien bauen. Der Gemeinderat hat hierfür den Weg frei für den Bebauungsplan gemacht.
Bild: Uwe Anspach/dpa-tmn

Plus An der Angelbergstraße entsteht ein Baugebiet mit 25 Grundstücken. Nun ist klar, wann die Bauplätze vergeben werden.

In der Marktgemeinde Tussenhausen mit ihren Ortsteilen Mattsies und Zaisertshofen leben der letzten Erhebung zum Jahreswechsel 2019/20 nach etwa 3050 Menschen. Die Gemeinde wächst im Zehnjahresvergleich – zwar nicht schnell, jedoch stetig. Das bekommen auch Bürgermeister Johannes Ruf und die Mitarbeiter im Rathaus zu spüren. Fast wöchentlich erreichen sie Anfragen, ob ein Baugrundstück zur Verfügung steht. Mit einem neuen Baugebiet am nördlichen Ortsrand soll nun Platz für Familien geschaffen werden. Der Zeitplan steht auch schon fest.

Hohe Nachfrage nach Immobilien in Tussenhausen: So soll das neue Baugebiet einmal aussehen

Konkret handelt es sich um das Areal „Gänsbichel“ an der Angelbergstraße im Norden des Kernorts. Westlich der Straße, am Südhang des Angelberges, werden auf einer Fläche von 2,7 Hektar 25 Baugrundstücke für einzeln stehende Häuser erschlossen. Der Gemeinderat hat für den Bebauungsplan das Okay gegeben, nun läuft die Ausschreibung für die Straßen- und Kanalarbeiten.

Das Baugebiet ist künftig im Nordosten von der Angelbergstraße über eine neue Zufahrt erreichbar. Eine Ringstraße erschließt die Baufelder. Eine kleine Parkanlage im Zentrum des Areals ist über einen Fußweg zu erreichen, der ebenfalls in die Angelbergstraße mündet.

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Maximal zwei Wohnungen sind pro Einzelhaus zulässig, vorgesehen sind Häuser mit einem Erdgeschoss plus einem Dachgeschoss als zweites Vollgeschoss oder zwei Vollgeschosse mit einem Sattel- beziehungsweise Walmdach. Der Bebauungsplan sieht vor, dass Garagen mindestens fünf Meter von der Straße des Wohnviertels entfernt sein müssen. Soweit die städtebaulichen Daten zum Baugebiet „Gänsbichel“.

Keine Warteliste: Der Gemeinderat entscheidet, wer in Tussenhausen sein Haus bauen darf

Doch wer wird einmal dort wohnen und wie sieht der Zeitplan aus? Bürgermeister Ruf erklärt, früher habe die Gemeinde eine Warteliste gehabt, frei gewordene Flächen seien nach dieser vergeben worden. Jetzt hat sich etwas geändert: „Der Marktgemeinderat entscheidet, wer die Bauplätze bekommt.“ Das frühere System sei zu ungerecht gewesen. Nun stehe die persönliche und familiäre Situation im Vordergrund. Gerade erstellt Tussenhausen eine Bewerberliste für die 25 Bauplätze Wer in Tussenhausen bauen möchte, kann jetzt noch eine Interessensbekundung abgeben.

Im Frühjahr 2021 sollen die Bagger rollen und das Wohngebiet erschließen. Ruf verspricht sich, in dieser Jahreszeit Kosten zu sparen. Bis dahin sollen auch die Grundstücke im Detail definiert sein. Die Kosten für die kommunalen Arbeiten werden auf die Grundstückserwerber und zukünftigen Bauherren umgelegt. „Wir machen keinen Reibach“, verspricht der Bürgermeister. Es soll keine Provision geben, die kommunalen Kosten sollen sich mit den Einnahmen decken.

Ende des zweiten Quartals 2021 soll nach derzeitigem Planungsstand die Erschließung fertig sein. Dann können die Häuser gebaut und dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden.

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