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Rammingen

21.10.2020

Rammingens neuer Lachtempel: Kabarett im Stern

Voller Einsatz bei der Premiere im „Stern“ Rammingen: Michi Marchner (links) und Martin Lidl von „Les Derhosn“.
Bild: Maria Schmid

Plus Großartige Premiere trotz Corona-Regeln: „Les Derhosn“ setzen in Rammingen ein Zeichen und machen Lust auf weitere Kabarettabende.

Das war wahrlich eine echte „Stern“-Stunde im Gasthof „Stern“ in Rammingen. Eine Premiere, die mit Sicherheit weder von den Wirtsleuten Martina und Markus Hammerl noch vom Veranstalter Tscharlie Hemmer vergessen wird. Und das in Corona-Zeiten! Ein wenig war es gerade auch deswegen eine Zitterpartie.

Würden sich die Regeln für Veranstaltungen noch kurzfristig ändern? Diese Frage schwebte über allem. Doch dann hieß es genießen, drei unterhaltsame Stunden lang. Es wurde gelacht, geklatscht und die Pandemie vergessen. Und wer hätte gedacht, dass sich bereits beim ersten Mal ein solcher Erfolg abzeichnen würde? Jetzt hat Rammingen nach den erfolgreichen Jahren im Braustadel einen neuen Lachtempel, in dem es nun einmal im Monat einen Kabarettabend geben wird.

Tscharlie Hemmer steckt hinter diesem Coup in Rammingen

Tscharlie Hemmer ist der Veranstalter mit der reichen Erfahrung und den Verbindungen zu Agenturen und Künstlern, oft auch direkt mit diesen. Er war es, der die „Les Derhosn“ mit Martin Lidl und Michi Marchner für einen Auftritt im Stern begeistern konnte.

Im Saal durften lediglich 100 Gäste Platz nehmen. Die Stimmung war dennoch perfekt. Mit im Team ist wieder der Licht- und Tontechniker Heinz Bollmann aus München. Er hatte in den Jahren immer im Braustadel für das rechte Licht und den richtigen Ton gesorgt. Im Saal vom Stern musste alles Erforderliche vollkommen neu installiert werden. Aber auch das gelang.

Die Künstler hatten gute Laune nach Rammingen mitgebracht

Die Künstler wiederum hatten richtig gute Laune im Gepäck und steckten die Gäste damit an. Sie brachten sie dazu, als Summchor mitzumachen. Die Ohrwurm-Melodie blieb scheinbar im Saal hängen und kam immer wieder zum Einsatz. Michi Marchner zeigte mit vollem Körpereinsatz sein musikalisches und komödiantisches Talent. Martin Lidl glänzte an der Gitarre mit Rock’n’Roll oder beim Blues. Er ist außerdem Trommler, Komponist und Organisator. Zu Beginn forderte er die Besucher lachend auf: „Reißen Sie sich die Kleider vom Leib und tanzen Sie nackt auf den Tischen!“ Hat dann zwar keiner gemacht, aber der Ton war schon einmal gesetzt.

Seit dem Lockdown hätten er und Martin nicht mehr miteinander gespielt. Die Besucher merkten aber schnell, dass sie nach 30 Jahren auf der Bühne nichts verlernt hatten. Da war vor allem das Märchen vom „Fischer und seiner Frau“. Nicht zu kurz kamen einige „Liebeslieder“ oder Sätze wie „… das Haar ist dünn, das Haar ist weiß, ich bin halt in der Midlife-Crise.“ Sie fragten nach den Ostwestfalen, fanden eine „kleine, weiche Wasserleiche“ und stellten fest: „Die Liebe kommt, die Liebe geht – zeig mir einen, der die Liebe versteht.“

Die Gäste im Stern spendeten reichlich Applaus. Damit forderten sie mehrere Zugaben, die ihnen gerne gewährt wurden.

Weiter geht es mit Kabarett im Stern am Freitag, 20. November, um 20 Uhr mit „Mark’n Simon MusiComedy“ sowie am Sonntag, 20. Dezember, um 19 Uhr mit „Unverschämte Wirtshausmusik“. Karten gibt es unter anderem bei der Mindelheimer Zeitung.

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