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Ortsentwicklung

28.01.2020

Schlingener hoffen auf die Ministerin

Wolfgang Tröber (Vierter von links) nutzte den Besuch von Ministerin Michaela Kaniber, um ihr das Projekt Dorfgemeinschaftshaus Schlingen vorzustellen.
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Wolfgang Tröber (Vierter von links) nutzte den Besuch von Ministerin Michaela Kaniber, um ihr das Projekt Dorfgemeinschaftshaus Schlingen vorzustellen.
Foto: jsto

Plus  Das Projekt Dorfgemeinschaftshaus liegt jetzt auf dem Schreibtisch von Michaela Kaniber. Wolfgang Tröber und seine Mitstreiter stellen Neuigkeiten vor.

Der Empfang der Bauern für Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber war eher kühl – jener der Projektgruppe Dorfgemeinschaftshaus Schlingen dafür umso wärmer. Wolfgang Tröber, der Vorsitzende des Musikvereins Schlingen, war gemeinsam mit fast 20 Mitstreitern in Mindelheim, um Kaniber über ein wichtiges Vorhaben für den Ort zu informieren – zu dem es Neuigkeiten gibt, die heute vorgestellt werden.

Es geht darum, dass aus dem ehemaligen Gasthof Goldenes Rössle ein Dorfgemeinschaftshaus für den Ort werden soll, ein Haus der Vereine im Herzen Schlingens. Tröber hofft, dass Ministerin Kaniber dann, wenn es ernst wird, also ans Bezahlen geht, an die Schlingener denkt. Es gebe einen Fördersatz von 50 bis 55 Prozent für die förderfähigen Kosten, erläutert Tröber. Dieser Fördersatz ist festgeschrieben, daran kann auch eine Ministerin nichts ändern. Aber das Amt für ländliche Entwicklung, welches die Schlingener bei ihrem Projekt begleitet, kann am Ende selbst nur bis zu 300.000 Euro auszahlen.

Mehr zum Thema Dorfgemeinschaftshaus Schlingen lesen Sie hier:

Was passiert mit dem „Rössle“ in Schlingen?

Tröber befürchtet aber, dass dies nicht reichen wird. Die Ministerin könne diese Summe aber erhöhen, deshalb der Besuch. Der ehemalige Wirtschaftsminister Franz Pschierer habe das Treffen ermöglicht, sagt Tröber. Pschierer war im Herbst mit Vertretern der Vereine, der Stadt und des Amts für ländliche Entwicklung zusammengesessen, um die Möglichkeiten zu diskutieren. Erneut ist Bewegung in die Sache gekommen, weil sich eine Architekturstudentin im Rahmen der Masterarbeit mit dem Vorhaben befasst hat, wie Tröber berichtet. Mit Befragungen im Ort und eigenen Überlegungen habe sie neue Pläne für das Dorfgemeinschaftshaus erstellt.

Das haben die neuen Planungen für Schlingen ergeben

Neu sei zum Beispiel ein öffentlicher Raum, der als kleiner Laden oder als Café genutzt werden könnte, berichtet Tröber. Neu sei außerdem ein Raum für die Jugend. Vorgestellt werden die neuen Pläne am heutigen Dienstag, 28. Januar, um 19.30 Uhr im Rössle Schlingen. „Unser Ziel ist es, dass bis Ende Juni der Auftrag für die Planung vergeben wird“, sagt Tröber. Zuletzt war das Dorfgemeinschaftshaus bei der Bürgerversammlung Ende Oktober öffentlich Thema. Bürgermeister Paul Gruschka (FW) sagte damals, derzeit werde die Statik des ehemaligen Gasthauses untersucht. Sobald die Ergebnisse vorliegen, entscheide der Stadtrat, was in Frage kommt: Abriss, Teilsanierung oder Komplettsanierung des Gebäudes. Und bei den zukünftigen Planungen gelte es einiges zu berücksichtigen, wolle man Geld vom Staat. Es müsse ein Haus für die Gemeinschaft werden, also kein reines Vereinsheim. Der Veranstaltungssaal müsse der gesamten Gemeinde zugutekommen. Wenn alles optimal laufe, sehe er gute Chancen, dass man noch im kommenden Jahr das Projekt in Angriff nehmen könnte.

Tröber und die Schlingener waren übrigens nicht die einzigen Vertreter aus der Kneippstadt, die etwas zu überreichen hatten.

Günter Wolf überraschte Ministerin Kaniber mit einem gezeichneten Porträt. Kaniber reiht sich damit in die Riege jener Politiker ein, die ein Wolf-Porträt ihr Eigen nennen dürfen.

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