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10.10.2017

Schwierige Ermittlungen in Türkheim

Rechte gegen Asiaten? Oder war alles ganz anders?

Was war da in Türkheim los? Am Samstagabend sollen mehrere Beteiligte in der Maximilian-Philipp-Straße aufeinander losgegangen sein. Das teilte die Polizei in einer Presseerklärung mit. Ob es Verletzte gab, ist allerdings nicht bekannt. Überhaupt ist die Faktenlage zu dem Vorfall dünn. Gemeldet wurde er von einer 31-jährigen Türkheimerin, die nach Angaben der Polizei jedoch unter starkem Alkoholeinfluss stand.

Nach Aussage der Frau sollen sich vier Personen aus der rechten Szene und drei Asiaten gegenübergestanden haben. Als die 31-Jährige drohte, die Polizei zu rufen, hätten alle Beteiligten das Weite gesucht. Die Polizei wiederum sucht nun nach möglichen Geschädigten oder weiteren Zeugen des Vorfalls. Sie sollen sich unter der Telefonnummer 08247/96800 melden. Bad Wörishofens Polizeichef Thomas Maier gab sich am Montag auf Nachfrage skeptisch. In Türkheim sei keine rechte Szene bekannt, es gebe auch keinen einschlägigen Treffpunkt für Rechtsradikale. Der Staatsschutz habe auch keine entsprechenden Erkenntnisse. Im vorliegenden Fall sei nicht einmal klar, ob es eine Schlägerei gegeben hat. Weitere Zeugen hätten sich bislang nicht gemeldet.

Auch in anderen Fällen gestalten sich die Ermittlungen schwierig. Anfang September flogen zweimal Steine auf die Türkheimer Asylbewerberunterkunft an der Wörishofer Straße. Verletzt wurde niemand, es blieb bei einem Sachschaden. Einige Tage zuvor, am 28. August, war nach einem Wortgefecht im Türkheimer Schlossgarten zu einer Schlägerei zwischen Syrern und einer Gruppe junger Erwachsener im Alter zwischen 19 und 27 Jahren gekommen (wir berichteten). Bei der Prügelei wurden drei Beteiligte verletzt. Auch hier schließt die Polizei einen fremdenfeindlichen Hintergrund und Pöbeleien als Auslöser für die Schlägerei nicht aus. Doch auch hier sei man mit den Ermittlungen längst nicht am Ende, sagte Maier am Montag. (m.he, alf)

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