Newsticker

RKI meldet 11.409 neu mit Corona Infizierte
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Tüfteln im Dienst der Sicherheit

Wettbewerb

21.05.2015

Tüfteln im Dienst der Sicherheit

Mit Sachpreisen prämierte die Jury der Aktion „Arbeitsvorhaben Sicherheit auf dem Bauernhof“ die Konstruktionen von Sebastian Huber aus Stetten, Michael Veit aus Münsterhausen und Markus Reinhardt aus Ziemetshausen. Es gratulierten Alois Schilling (links) und Mario Renz (4. vonlinks) von der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft und Markus Hofmann (rechts) vom Landwirtschaftsamt.
Bild: iss

Angehende Landwirte präsentieren Erfindungen zur Unfallverhütung

Auf dem Bauernhof lauern viele Gefahren. Vor allem, wenn Güllegruben und Silobehälter nicht gegen Absturz gesichert sind. Sie zu minimieren lernen Auszubildende aus den Landkreisen Unterallgäu, Neu Ulm und Günzburg schon im Berufsgrundschuljahr. „Da lassen sich die jungen Leute einiges einfallen“, wissen Ausbildungsberater Markus Hofmann vom Amt für Landwirtschaft und Alois Schilling von der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Schwaben.

Ziel der Gemeinschaftsaktion ist es, die angehenden Landwirte – sie haben noch zwei betriebliche Ausbildungsjahre vor sich – schon frühzeitig mit den Themen „Arbeitsschutz“ und „Unfallverhütung“ zu konfrontieren und ihren Erfindergeist zu wecken.

Unter den 25 Schülern, die in der landwirtschaftlichen Berufsschule Mindelheim ihre Projekte vorstellten, tat sich Sebastian Huber aus Stetten besonders hervor. Er konstruierte neben einer Abdeckung für die Güllegrube auch eine zusammenklappbare und verstaubare Treppe zum Strohlager und holte den ersten Preis. Michael Veit aus Münsterhausen punktete mit einem Laufsteg am oberen Rand eines Fahrsilos. Seine Erfindung soll einen Absturz verhindern und das Abdecken des Silos wie auch ein Beschweren der Plane mit Sandsäcken erleichtern.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Eine tolle Idee hatte auch Markus Reinhardt aus Ziemetshausen. Er baute ein fahrbares Wartungspodest für Schlepper, ähnlich einer Gangway bei Flugzeugen. Seine Konstruktion ist ein echtes Novum und eignet sich auch zum Fensterputzen in Maschinenhallen und kann auch beim Baumschnitt eingesetzt werden.

Als äußerst zweckmäßig erwiesen sich auch die übrigen 22 in Wort und Bild vorgestellten Konstruktionen. Die Experten hatten unter anderem eine absturzsichere Öffnung auf dem Heuboden, einen Schneeräumschild für Kleintraktoren, ein „Kälbertaxi“ sowie einen Reifenwechselwagen zu bewerten.

Dass auch Frauen in punkto Sicherheit ihren Mann stehen können, bewies Alina Zanker aus Oberried. Sie baute eine gut begehbare Treppe zum Strohlager. „Jetzt kann auch der Opa wieder dorthin gelangen“, warb sie für ihre Tüftelei. Bewertet wurden von den beiden Preisrichtern vor allem „zeitlicher Arbeitsaufwand“, „handwerkliche Fertigkeit und Sauberkeit der Ausführung“, wie auch „ergonomische Gestaltung“.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren