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Volksbegehren

01.02.2019

Voller Einsatz für die Bienen

Vor dem Rathaus von Bad Wörishofen versammelten sich die Teilnehmer der Demonstration „Rettet die Bienen“ am Donnerstag zu einer Kundgebung.
Bild: Franz Issing

Demonstranten fordern in Bad Wörishofen lautstark eine Änderung des Naturschutzgesetzes

„Artensterben ist die Welt enterben“ skandierten bei einer Demonstration für den Erhalt der Artenvielfalt gestern etwa 80 engagierte Naturschützer. Teils als „Biene Maja“ oder Imker kostümiert, zogen mit lautem Pfeifkonzert Mitglieder des Bundes Naturschutz, des Verschönerungsvereins, des Landesbundes für Vogelschutz, des SPD-Ortsvereins, der ÖDP und der Grünen vom Luitpold-Leusser-Platz zum Rathaus.

Auf Plakaten und Spruchbändern machten sie deutlich, worum es ihnen geht. Sie warben unüberhörbar für das Volksbegehren „Rettet die Bienen, die uns dienen“. Doch den Naturfreunden ging es auch um jede Menge anderer Tierarten und Pflanzen, kurz: um eine Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetzes. Darum geht es auch in dem Volksbegehren. Tina Melder, die mit ihrer Tochter Miriam an der Demo teilnehm, verspricht sich viel von der Unterschrift. „Es ist höchste Zeit, einmal für die Rettung der Arten Flagge zu zeigen, damit auch die nächste Generation ihre Vielfalt noch bewundern kann“, sagt sie. Ingrid Buchfelder aus Wörishofen gibt ihr Recht. „Seit Jahrzehnten kämpfe ich für den Erhalt unserer schönen Natur und heute habe ich dazu wieder mal eine gute Gelegenheit“ begründet sie ihre Teilnahme an der Demo. „Schon im Interesse unserer Kinder muss sich beim Naturschutz vieles zum Besseren wenden“, findet auch Silke Hollerbach aus Mindelheim. Ihre zweijährige Tochter Paula auf dem Arm, rührte sie kräftig die Werbetrommel für das Volksbegehren.

Bei einer Kundgebung vor dem Rathaus wies Alexander Siebierski vom neu gegründeten Aktionsbündnis Bad Wörishofen auf den Ernst der Lage hin. Die Bienen stünden stellvertretend für das größte, von Menschenhand angerichtete Massensterben von Vögeln und Insekten seit den Dinosauriern, sagte er. Siebierski forderte mit Nachdruck unter anderem eine nachhaltige Ausbildung in den bäuerlichen Betrieben, mehr Biolandanbau und auch mehr Blühwiesen. Landwirte sehen das Volksbegehren allerdings kritisch. Die Bauern sehen sich durch den Gesetzesentwurf in ihren Rechten eingeschränkt und fürchten finanzielle Einbußen.

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Am Ende der Veranstaltung gaben sich alle „Demonstranten“ recht musikalisch. Gemeinsam stimmten sie „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“ an.

Anschließend standen die Teilnehmer Schlange im Rathaus, um sich in die Listen einzutragen. Alexander Siebierski war der Erste, auch Bürgermeister Paul Gruschka hat sich bereits eingetragen.

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