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Dirlewang

19.06.2019

Vorfreude aufs Dorfgemeinschaftshaus in Dirlewang

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Das Förderprojekt „Innen statt Außen“ sieht für das neue Dorfgemeinschaftshaus und für den Abbruch des nebenstehenden Bungalows insgesamt 742.000 Euro vor.

Die Freude in Dirlewang ist groß, denn das geplante Dorfgemeinschaftshaus wird großzügig gefördert.

Die Kosten, die auf die Marktgemeinde beim Umbau des alten Polizeigebäudes zum schmucken Dorfgemeinschaftshaus zukommen werden, sind beträchtlich. Etwa 1,2 Millionen Euro werden für das Projekt veranschlagt und bei dieser Summe freute sich die Marktgemeinde Dirlewang besonders über großzügige Förderung. Christian Kreye, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung in Schwaben war zusammen mit Franz Josef Pschierer ins Rathaus gekommen, um bei einer kleinen Feierstunde die Fördersumme von 742.000 Euro bekannt zu geben. Damit sind die förderfähigen Kosten von rund 928.000 Euro zu 80 Prozent abgedeckt und die Freude über die positive Nachricht war groß.

„Sie geben einem denkmalgeschützten und leerstehenden Gebäude eine Chance“, lobte Kreye das Mammutprojekt der Gemeinde Dirlewang.

Das alte Gebäude in Dirlewang steht unter Denkmalschutz

Das alte Polizeigebäude, das 1730 sogar als Rathaus fungierte, an der Mindelheimer Straße ist schon sehr in die Jahre gekommen und der Erhalt des ortsprägenden Baudenkmales wurde von der Gemeinde angestrebt. „Immerhin steht es unter Denkmalschutz und kann nicht abgerissen werden“, so Bürgermeister Alois Mayer. Aus diesem Grund kam keine andere Option als die Sanierung in Frage. „Zuschauen, wie das Gebäude langsam in sich zusammenfällt, wollten wir auf keinen Fall“, so der Rathauschef. Für die Gemeinde ist der Umbau zu einem Dorfgemeinschaftshaus zur Förderung der Dorfgemeinschaft und Dorfkultur sehr wichtig.

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Mit der Fördersumme soll damit nicht nur der Erhalt des 1720 gebauten Hauses finanziert werden, sondern auch der Abbruch des nebenstehenden Bungalows gefördert sein. Denn die stetig steigenden Kinderzahlen machen weitere Gruppenräume für den Kindergarten notwendig und einen Neubau damit unumgänglich. Für den Gebäudeabbruch sind 28.000 Euro Förderung vorgesehen. Auch Geld für den Hofraum und neue Parkplätze ist in dem Förderprojekt „Innen statt Außen“ dabei.

Franz Josef Pschierer freute sich sehr, dass Dirlewang die Ortsmitte lebendig halten möchte. „In einem Dorfgemeinschaftshaus wird der Zusammenhalt gelebt. Deshalb sind solche Begegnungsstätten enorm wichtig.“

Im neuen Dorfgemeinschaftshaus sollen verschiedene Gruppen einen Platz finden

Jung und Alt sollen in dem Gebäude einen Platz finden. Barrierefreie Gruppenräume im Erd- und Obergeschoss sowie Zimmer für kleinere Treffen sind angedacht. Mutter-Kind-Gruppen sind ebenso untergebracht wie ein Freizeitraum für Kinder und Jugendliche. Auch ein Zimmer für Besprechungen und Zusammenkünfte unterschiedlicher Gruppierungen sind geplant. „Ein etwa 50 Quadratmeter großer Raum soll dann auch den örtlichen Vereinen bei Bedarf zur Verfügung stehen. Die Durchführung von VHS-Kursen sowie kommunikativer Austausch unter Bürgern ist dort möglich“, sagte Bürgermeister Mayer, der die Vielfältigkeit der Raumnutzung nochmals unterstrich.

Buchstäblicher Höhepunkt des Gebäudes soll der 125 Quadratmeter große Saal im Dachboden werden. „Der offene Dachstuhl mit den denkmalgeschützten Sichtbalken wird dem Raum einen besonderen Charme verleihen“, ist sich das Gemeindeoberhaupt sicher. Bestuhlt bietet der Saal Platz für etwa 125 Besucher bei Veranstaltungen aller Art. Dort können Proben von Chören, Bands oder kleineren Ensembles stattfinden, aber auch Tanzgruppen können ihr Training abhalten. Vor allem kulturelle Angebote wie Theater, Kleinkunst oder Konzerte sollen im Saal möglicht sein.

Im Foyer des Dorfgemeinschaftshauses in Dirlewang kann man sich gut präsentieren

Das großzügig geplante Foyer des Hauses soll sowohl als Ausstellungs- und Präsentationsfläche dienen sowie Aufenthalts- und Garderobenbereich für den großen Saal sein. Zahlreiche Parkplätze sowie Fahrrad- und Rollatorstellplätze in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang sind bereits in den Planungen vorgesehen.

Der Startschuss ist mit dem Förderbescheid nun gefallen und das Projekt kann langsam Fahrt aufnehmen.

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