Fußball

25.07.2018

Das besondere Double

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Die fairste Mannschaft war der TSV Lautrach-Illerbeuren. Der Kreisvorsitzende des Genossenschaftsverbandes Anton Jall (links) und Ex-Profi „Bulle“ Franz Roth (rechts) überreichten an den Verein aus dem westlichen Landkreis den Fair-Play-Pokal.
Bild: Willi Unfried

Der TSV Lautrach-Illerbeuren ist nicht nur in die Kreisliga aufgestiegen, sondern holt sich mit seinem Spielstil noch einen begehrten Wanderpokal.

Um im Fußball zum Erfolg zu kommen, sei der Wille dazu das ausschlaggebende Moment. Aber, um etwas im Sport zu erreichen, müsse man auch die Regeln einhalten. Diese Erkenntnis stammt von der Fußballikone „Bulle“ Franz Roth, der traditionelle Ehrengast bei der Verleihung der Fair-Play-Pokale des Fußball-Fairnesswettbewerbes für das Spieljahr 2017/18 des Genossenschaftsverbandes, vertreten durch Direktor Anton Jall.

Geehrt wurde nach Spielklassen, allerdings wurden nur Unterallgäuer Mannschaft berücksichtigt. Der TSV Lautrach-Illerbeuren kann sich die fairste Mannschaft des Unterallgäus nennen und bekam dafür auch den Wanderpokal mit nach Hause.

Lange Tradition

Die Feier fand in diesem Jahr im Vereinsheim des SV Auerbach statt. Dieser Fairnesspreis habe schon eine lange Tradition, erinnerte Direktor Anton Jall (Genobank Unterallgäu) als Vorsitzender der Genossenbanken des Kreises. Er wurde 1994 mit dem damaligen Spielgruppenleiter Gerd Scheer und Hans Waigele, dem Vorsitzenden des Genossenschaftskreisverbandes, ins Leben gerufen. Beiden galt deshalb ein besonderer Willkommensgruß. Weitere Sponsoren sind die R+F-Versicherungen, vertreten durch Helga Vollmer und der Teambank, vertreten durch Johannes Palmer. Nach Worten von Anton Jall sei die Bewertung nicht ganz einfach, da die Spielgruppen nun nicht mehr unbedingt mit dem Landkreisgebiet identisch seien. Geehrt werden könnten aber nur Mannschaften aus dem Unterallgäu. Polykarp Platzer als Spielgruppenleiter und Hausherr konnte weiter noch Franz Kuen, langjähriger Schiedsrichter-Obmann begrüßen.

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Auswertung mit System

Die Auswertung erfolgte nach folgendem System: Jede gelbe Karte wird mit einem Punkt, jede gelb-rote Karte mit drei und jede rote Karte mit fünf Punkten gezählt. Ein Spielabbruch bringt zehn Punkte. Am Ende des Jahres werden die Punkte addiert und dann durch die Anzahl der Spiele geteilt. Dieser Quotient sah einen eindeutigen Sieger, nämlich den TSV Lautrach-Illerbeuren mit 1,65. Damit krönte der Kreisliga-Aufsteiger seine ohnehin schon erfolgreiche Saison und bewies, dass sich Erfolg und Fair Play nicht ausschließen müssen. Weit wandern musste der Pokal diesmal nicht: Im vergangenen Jahr hatte ihn sich Gastgeber FC 98 Auerbach/Stetten verdient. Der Fairness-Gedanke wird auch honoriert, die jeweiligen Sieger in den verschiedenen Klassen erhalten 250 Euro, der zweite Platz bringt 150 Euro. Und für den dritten Platz gibt es einen neuen Spielball.

Franz „Bulle“ Roth nannte diese Einrichtung eine tolle Sache: „Man kann im Sport auch etwas erreichen, ohne zu unlauteren Mitteln zu greifen. Das wichtigste beim Sport ist der Wille zum Sieg.“ Vor allem dem Nachwuchs müsse man dies klar machen. Als Roth damals von Kaufbeuren zum FC Bayern wechselte, prophezeiten ihm viele das Scheitern. „Das habe in mir den Willen geweckt, nicht zurück zu kehren.“ Seine Zeit beim FC Bayern, immerhin elf Jahre, sei sicher die glanzvollste Periode des FCB gewesen. „Mit ein Grund war, dass wir ein eingeschworenes Team waren“, meinte der Ex-Profi.

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