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Fußball

01.12.2018

Der Weg in den Profi-Fußball ist frei

Bei der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend gab Armin Buchmann, einstimmig wiedergewählter Präsident des FC Memmingen, bekannt, dass er die Lizenz für die Dritte Bundesliga beantragen will. Aktuell steht die Mannschaft auf dem dritten Platz in der Regionalliga Bayern.
Bild: Olaf Schulze

Der FC Memmingen beantragt die Lizenz für die Dritte Liga. Nun liegt es an der Mannschaft, die bürokratische Steilvorlage zu nutzen. Heute spielt der FCM in Buchbach

Der FC Memmingen zollt dem sportlichen Aufschwung Tribut – und will deshalb die Lizenz für die Dritte Fußballbundesliga beantragen. Das verkündete FCM-Präsident Armin Buchmann auf der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend. Zudem wurden die Mitgliedsbeiträge in sämtlichen Kategorien um 25 Euro angehoben.

Aktuell steht die Regionalligamannschaft auf Platz drei und auch finanziell werden schwarze Zahlen geschrieben. „Wir stehen wirtschaftlich so gut da wie noch nie“, freute sich Buchmann. Da sei es quasi die logische Konsequenz, weiter in Richtung Aufstieg zu denken – und zu planen. Der Verein gehe mit dem Lizenzantrag kein Risiko ein und auch die Kosten würden sich lediglich auf die für den Steuerberater belaufen. „Vor dem wirtschaftlichen Teil im Lizenzierungsverfahren habe ich die wenigste Angst“, sagte Buchmann.

Sollten die Memminger Kicker in die höhere Spielklasse aufsteigen, bekäme sie 800000 Euro aus Fernsehübertragungsrechten und hoffen aufgrund der dann namhaften Gegner auch auf mehr Eintrittsgelder, sodass insgesamt etwa eine Million Euro zusätzlich in die Vereinskasse käme. Das Geld soll in den Wandel von der Amatuer- in die Profiklasse investiert werden. „Die Perspektive Dritte Liga ist natürlich auch eine Motivation für die Mannschaft“, so Buchmann.

Sollte der FCM allerdings den Aufstieg schaffen, kämen auf die Stadt Memmingen finanzielle Investitionen zu. Unter anderem müsste sie die Leistung des Stadionflutlichts erhöhen – damit die Kicker im vom Verband geforderten richtigen Licht stehen. Dass das Thema „Aufstieg“ im Verein durchaus unterschiedlich gesehen wird, klang bei Bernd Kunze vom Spielausschuss durch: „Wir sind jetzt in der Liga, in die wir passen und in der wir uns wohlfühlen.“

Bis es soweit ist, müssen die Regionalliga-Kicker aber erst ihre Hausaufgaben machen und weiter im Aufstiegsrennen bleiben. Dazu wäre ein Sieg im letzten Regionalliga-Spiel des Jahres am Samstag (14 Uhr) beim wiedererstarkten TSV Buchbach (8.) wichtig. Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter hat Respekt vor dem, was sich im Allgäu tut. „Hut ab. Und jetzt haben sie sich sogar für die 3. Liga beworben. Das wertet auch die Regionalliga noch weiter auf.“

Nachdem der Klassenerhalt so gut wie eingetütet ist, sorgt die angekündigte Regionalliga-Bewerbung der Memminger jetzt für ein neues Ziel. FCM-Trainer Stephan Baierl spürt dadurch keinen Druck, im Gegenteil: „Jeder Fußballer will das Maximale. Ich auch.“ Zu was es am Ende reicht, wird die Zeit zeigen. Bevor der Blick in die Zukunft geht, hat sich Baierl erst einmal mit der Gegenwart beschäftigt. „Auch wenn die Runde lang war, nehme ich die Mannschaft in Buchbach in die Pflicht, noch einmal alles zu probieren und rauszuhauen.“ Es soll mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause gehen – um dann im neuen Jahr gestärkt in den Aufstiegskampf zu gehen. (arz, ass)

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