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Volleyball

02.12.2019

Eine Niederlage, die Türkheim Mut macht

Der Türkheimer Block stand zwar wieder besser als zuletzt, trotzdem setzte es eine Niederlage gegen Grafing.
Bild: Archivfoto: Michael Lindemann

Der SVS Türkheim wartet weiter auf den ersten Heimsieg in der Regionalliga. Doch gegen Grafing beweisen die Unterallgäuer, dass sie den Spaß am Spiel noch nicht verloren haben.

Es bleibt dabei: Der SVS Türkheim wartet in der Regionalliga weiter auf den ersten Heimsieg. Trotz der großartigen Unterstützung durch die wiederum zahlreich erschienenen Zuschauer unterlagen die Türkheimer Mitaufsteiger Grafing 2 in eigener Halle mit 1:3.

Dabei standen die Vorzeichen für einen möglichen Sieg gar nicht so schlecht. Zwar fehlte weiterhin der erkrankte André Meier und auch der bewährte Libero Fabian Birkholz musste verletzungsbedingt passen, aber dafür kam nach langer Verletzungspause Daniel Schneider zurück ins Team.

Türkheim gewinnt den ersten Satz

Die Grafinger stellten eine Mannschaft aus alten Routiniers mit Zweitligaerfahrung und sehr guten Nachwuchsspielern. Mit äußerst hart geschlagenen Angaben versuchten sie, die Türkheimer unter Druck zu setzen, was ihnen aber nur teilweise gelang. Die Türkheimer hielten mit großem Kampfgeist dagegen und vor allem Kapitän Fabian Scherer punktete immer wieder spektakulär über die Diagonalposition. So konnte auch der erste Satz mit 25:21 gewonnen werden.

Eine Niederlage, die Türkheim Mut macht

Auch der zweite Satz verlief ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Im Gegensatz zum Spiel gegen Bayreuth stand diesmal der Block der Türkheimer immer wieder goldrichtig und zog so den Grafingern den Zahn. Frenetisch angefeuert von den Zuschauern schien es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch der zweiten Satz unter Dach und Fach war. So führte man bereits mit 24:21, konnte aber, wie schon so oft in dieser Saison, drei Satzbälle nicht verwerten. Es ging in die Verlängerung, die dann Grafing mit 28:26 zum Satzgewinn nutzte.

Im dritten Satz reißt plötzlich der Faden

Erstaunlicherweise brach Türkheim nun nicht ein, sondern wehrte sich nach Kräften. Immer wieder setzte Zuspieler Johannes Ackermann seine Angreifer gekonnt in Szene, wobei aber Daniel Schneider nicht wie gewohnt punkten konnte. Aufgrund seiner langen Verletzungspause fehlte noch das Timing bei seinen Schnellangriffen, aber als Blockspieler gab er der Mannschaft die nötige Sicherheit. Man holte einen 14:18-Rückstand auf und war auf dem besten Weg, den dritten Satz zu gewinnen. Aber plötzlich war die Sicherheit vorbei. Zaghafte und verschlagene Angaben ermöglichten den Grafingern davonzuziehen, die schließlich keine Mühe hatten, den Satz mit 25:21 zu gewinnen.

Im vierten Satz war es schließlich mit der Chance auf einen Spielgewinn endgültig vorbei. Die Grafinger zogen schnell auf 8:3 davon und gaben diesen Vorsprung auch bis Spielende nicht mehr ab. Mit 25:16 wurden den Gastgebern wieder mal ihre Grenzen aufgezeigt.

Der SVS Türkheim verliert erneut

Die Enttäuschung aufseiten der Türkheimer war diesmal nicht allzu groß. „Obwohl wir die ersten beiden Sätze auf Augenhöhe spielten, reichte es nicht zum Sieg, da wir gegen Ende des Spiels mit unseren Aufschlägen zu wenig Druck gemacht hatten“, meinte Spielertrainer Robert Frey, der nach seiner Verletzung noch nicht die Durchschlagskraft früherer Spiele hatte. Und Spielführer Fabian Scherer ergänzte: „Endlich hat ein Spiel wieder mal Spaß gemacht.“

Die Türkheimer bleiben nach dieser erneuten Niederlage weiterhin Tabellenschlusslicht und haben jetzt schon nach der Vorrunde nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. (wern)

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