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Atom-Treffen bringt trotz Sorgen Vorteile

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Kommentar Von Sebastian Mayr
07.01.2019

Das Info-Treffen zum Thema Atommüll-Endlager in Ulm lässt sich auf böse Weise deuten. Doch das Gegenteil ist richtig.

Das Info-Treffen zum Thema Atommüll-Endlager in Ulm lässt sich auf böse Weise deuten: Lassen sich dort die Vertreter der Städte und Gemeinden erklären, wie sie besorgte Bürger am besten beschwichtigen können? Und ist der Ort ein Signal dafür, dass das radioaktive Abfall in ein paar Jahrzehnten auf der Schwäbischen Alb vergraben wird? Nein – und wahrscheinlich nein. Statt dessen birgt die Dialogveranstaltung in der Donauhalle Vorteile für die Region.

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Keiner ruft laut „Hier!“, wenn es um die Suche nach einem Atommüll-Endlager geht. Das gilt für die Kommunen genauso wie für Anwohner. Dass die Verwaltungen ihre Bürger beschwichtigen wollen, ist also kaum zu befürchten. Statt dessen bekommen sie Einblicke in das komplexe und vielstufige Verfahren. Einblicke, die auch besorgten Bürgern helfen dürften. Umso besser, dass das Treffen direkt vor der Haustür stattfindet. Ob die Rathäuser aus Lörrach oder Berchtesgaden auch Vertreter schicken?

Berechtigte Sorgen freilich bleiben. Das Gestein am Rande der Alb eignet sich prinzipiell für ein Endlager. Als Ulm und das Umland in den Diskussionen auftauchten, formierte sich Widerstand in Vereinen und im Regionalverband Donau-Iller. Das dürfte so bleiben, solange die Region bei der Suche eine Rolle spielt. Verständlich – und gut. Denn alle Vorkehrungen und Berechnungen können die Befürchtungen nicht zerstreuen, die mit einem nahen Atommüll-Endlager zusammenhängen. Zum Glück gibt es Gegenargumente: Die dichte Besiedelung, das problematische Grundwasser – und das Unesco-Erbe im Ach- und Lonetal. Denn auch die Nähe zu wichtigen Natur und Kulturschätzen soll bei der Entscheidung berücksichtigt werden.

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