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Weißenhorn

06.02.2019

Bahn frei für neue Kita in Weißenhorn

Die neue Kita soll zwischen der Turnhalle des Claretiner-Kollegs und der Grundschule Nord entstehen. Das Grundstück ist auf unserem Bild am unteren Rand zu erkennen.

Der Weißenhorner Stadtrat bringt die geplante Einrichtung im Norden auf den Weg. Neben dem Claretiner-Kolleg sollen vier Gruppen für Krippe und Kindergarten entstehen.

Die Stadt Weißenhorn wird weiter wachsen. Ähnlich den Städten im übrigen Landkreis sagt die Berechnung des Landratsamts auch für Weißenhorn einen erhöhten Bedarf in der Kinderbetreuung voraus – vor allem im Krippenbereich für Kinder bis zu drei Jahren. Lothar Girrbach vom Landratsamt berechnete für das laufende Kindergartenjahr 41 fehlende Krippenplätze in Weißenhorn – aktuell sind jedoch alle angemeldeten Kinder auch untergebracht. Dennoch müsse für die kommenden Jahre ungefähr mit diesen Größen geplant werden, so die Verwaltung. In diesen Zahlen sind die angedachten Bauplätze eingerechnet.

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Die Stadträte waren bereits im Sommer 2018 genau dieser Ansicht und haben einen Neubau ins Auge gefasst. Denn die bislang angebotenen Krippenplätze im Haus für Kinder der Awo, St. Christophorus und St. Maria sind voll belegt.

Drei Krippengruppen und eine Kindergartengruppe entstehen

In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt schlug die Verwaltung nun Folgendes vor: Im Weißenhorner Norden soll zwischen Claretiner-Kolleg und Grundschule Nord eine Kita mit drei Krippengruppen à zwölf Kindern entstehen. Dazu kommt eine Kindergartengruppe, in der 24 Buben und Mädchen ab drei Jahren bis zur Einschulung betreut werden. In die Planung wird außerdem die Option für eine weitere Kindergartengruppe aufgenommen. Dies ist vor allem im Hinblick auf die Stiftungsklinik wichtig: Wie berichtet, könnten Mitarbeiter ihre Kinder in der neu zu bauenden Kita betreuen lassen.

Bahn frei für neue Kita in Weißenhorn

Ursprünglich wollten die Stadträte – auch wegen der Stiftungsklinik – mehr Gruppen schaffen, doch Bürgermeister Wolfgang Fendt erklärte zu Beginn der Sitzung, man müsse sich an den errechneten Bedarf der Behörde halten, um Zuschüsse zu sichern. Derzeit gibt es laut Fendt von Mitarbeitern der Stiftungsklinik zudem nur die Nachfrage nach einem einzelnen Betreuungsplatz. Günther Hogrefe (CSU) schlug vor, eine derartige Abfrage auch bei anderen Firmen zu machen. So könnte die Stadt für Arbeitnehmer attraktiver werden. Dies sah Fendt ähnlich: Dazu könnten nach dem jetzigen Beschluss in Ruhe die Unternehmen befragt werden und auf kurz oder lang eine weitere Kita in einem Ortsteil entstehen, so Fendt.

Denn momentan müsse eine schnelle Lösung her: Wenn bis Ende August nicht die Pläne eingereicht seien, gebe es keine erhöhte Förderung für die Stadt. Herbert Richter (SPD) schlug daraufhin vor: „Bringen wir die Kita Nord auf den Weg.“ Wie der weitere Bedarf aussehe, sei schwierig abzuschätzen. Dies müsse man im Blick behalten, um dann schnell einen neuen Standort suchen zu können. Schließlich stimmten alle Räte zu, drei Krippengruppen und eine Kindergartengruppe zu schaffen. Die Kita soll 2020/21 bezugsfertig sein.

Träger und Architekt werden gesucht

Zudem wird ein Träger per Anzeige gesucht und bestehenden in Weißenhorn angeschrieben. In der Stadt gibt es derzeit zehn Kitas, davon sind vier in städtischer Hand und sechs werden von freien Trägern betrieben.

Ebenso beschlossen wurde, Unterlagen für eine Ausschreibung zu veröffentlichen. Mehrere Planer können dann anhand der zur Verfügung gestellten Eckdaten einen Entwurf für den Nebau der Kita anfertigen und einsenden. Diese werden im kleineren Kreis gesichtet und die besten drei Entwürfe am Ende im Bauausschuss vorgestellt. Die Stadträte veränderten in der Sitzung noch kleinere Details in den Ausschreibungsunterlagen, etwa im Bereich der Zufahrt zur neuen Kindertagesstätte.

Das Grundstück befindet sich in städtischem Eigentum und hat eine Größe von rund 4800 Quadratmetern. Es liegt zwischen der Turnhalle des Claretiner-Kollegs, in dem seit einigen Jahren die Montessori-Schule betrieben wird, und der Grundschule Nord mit Kindergarten. Zudem grenzt Wohnbebauung an. In der neuen Kita sollen neben den Gruppenräumen unter anderem Ruhe- und Mehrzweckraum sowie eine Küche und ein Speiseraum entstehen.

Ob der angedachte Zeitplan mit der Verzögerung von einer Woche noch funktioniert, wird sich zeigen. Denn wie berichtet, sollten die Räte ursprünglich schon vergangene Woche die jetzt gefassten Beschlüsse machen. Geplant ist bislang, die drei besten Entwürfe in der Sitzung des Bauausschusses im April vorzustellen und dort auch einen Architekten zu beauftragen. Ende Juli soll der Stadtrat den Bauantrag beschließen, damit alle Unterlagen bis Ende August bei der Regierung von Schwaben eingereicht werden können.

Das Thema Kinderbetreuung ist zurzeit in vielen Gemeinden präsent. Hier lesen Sie mehr dazu:

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