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21.07.2010

Hauptstraße bereitet Stadtrat weiter Sorgen

Die Pfuhler Hauptstraße macht den Neu-Ulmer Stadträten weiter Sorge. Unser Bild zeigt die Einmündung. Foto: grr
Bild: grr

Neu-Ulm Der Widerstand der "Pfuhler Bürgerinitiative Hauptstraße" gegen den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in der Ortsmitte wurde zwar schon im März mit dem Baudurchführungsbeschluss des Neu-Ulmer Stadtrats gebrochen. Dennoch bereiten Ortsbild und Verkehrssituation an der Pfuhler Hauptstraße den Stadträten weiterhin Sorge.

So wurde in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Hochbau und Umwelt jetzt erkennbar, dass sie die Räte noch über lange Zeit beschäftigen wird. Erst mal wurde beschlossen, für die Ortsmitte "aufgrund des fehlenden städtebaulichen Erfordernisses" keinen Bebauungsplan aufzustellen. Auch wird über den Feuerwehrhausneubau nicht mehr neu beraten, weil mit dem Baubeschluss vom März ein Schlusspunkt gesetzt wurde.

Anders allerdings steht es um die weiteren Nöte der Pfuhler Initiative, in denen es ihr um Verkehrssicherheit auf der Hauptstraße allgemein, vor allem aber an den Einmündungen von Platzgasse, Jahnstraße und Holzstraße geht. "Das zunehmende Verkehrsaufkommen in den letzten beiden Jahren", hatte die Initiative in ihrer Petition aufgeführt, "veranlasst uns aus echter Sorge um die Verkehrssicherheit zu dieser Aktion".

Relativ wenig Unfälle

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Zwar wies Oberbürgermeister Gerold Noerenberg darauf hin, die Haupstraße sei, "was die Unfallsituation anbelangt, völlig unauffällig". Dennoch wird nun erst mal eine "differenzierte Verkehrsanalyse in Auftrag gegeben". Sie soll über das Geschwindigkeitsniveau und die Verkehrsmenge Aufschluss geben. Anschließend soll im Rat übers weitere Vorgehen entschieden werden. Eine Dreiviertelstunde lang äußerten die Stadträte ihr Unbehagen an der Situation der Hauptstraße. Christina Richtmann (FWG) hätte wohl ganz gern einen Bebauungsplan entwickelt, weil sich mit ihm vielleicht das Ortsbild verbessern lassen könnte. Christa Wanke ( CSU) drückte "Verständnis für die Initiative" aus und sah das größte Verkehrsproblem in der Zahl der Radler längs der Hauptstraße. An Verkehrsberuhigung sei wohl nicht viel möglich.

Wöhner: "Nicht attraktiv"

Auch SPD-Sprecher Karl-Martin Wöhner fand "die Hauptstraße nicht attraktiv" und wollte "irgendwann an einen Bebauungsplan denken". Dies vor allem auch im Blick auf die Straßenbahn, die einst das Stadtzentrum mit Ludwigsfeld und später wohl auch mit Pfuhl verknüpfen solle. Peter Noll (CSU) hielt die Hauptstraße für gefährlich, wollte vor weiteren Entscheidungen aber das Ergebnis der Verkehrsanalyse abwarten.

Allerdings wies er mit Blick auf die Initiative - wie zuvor schon im Sachvortrag Stadtbaudirektor Andreas Neureuther - darauf hin, "dass der Ausbaubeitrag zur Verbesserung der derzeitigen Lage bei den Anliegern ein böses Erwachen" hervorrufen werde.

Und dann steht da möglicherweise auch noch Tempo 30 in der Hauptstraße auf der Kippe. SPD-Rat Alfred Westermayer hatte bei der Regierung von Schwaben rechtliche Bedenken angemeldet. Die Verwaltung sehe das zwar anders, sagte Stadtbaudirektor Neureuther, müsse aber vor weiteren Maßnahmen die Entscheidung aus Augsburg abwarten. (az)

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