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Neu-Ulm/Memmingen

18.06.2019

Heroin-Handel aus dem Bunker: Angeklagter muss in Haft

Ein Drogensüchtiger spritzt sich in einem Druckraum Heroin.
Bild: Boris Roessler/dpa (Symbolfoto)

Die Drogen waren in Erdbunkern in der Neu-Ulmer Innenstadt versteckt. Der Prozess gegen den Mann, der mehrere Tausend Euro verdiente, dauerte fünf Monate.

Fünf Monate nach Prozessbeginn ist gestern das Urteil gegen einen 24-Jährigen gefallen, der im größeren Stil mit Heroin gehandelt hat. Das Landgericht Memmingen verurteilte den Mann zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten. Besonders spektakulär bei dem Fall: Die Drogen waren in zwei Erdbunkern mitten in der Neu-Ulmer Innenstadt versteckt. Darum soll sich der Mittäter des jungen Mannes gekümmert haben.

Heroin in Bunkern in der Innenstadt von Neu-Ulm

Ab August 2017 hat der 24-Jährige angefangen, sich über den Handel mit Heroin eine lukrative Einnahmequelle zu sichern – pro verkauftem Gramm hat er laut Anklageschrift mindestens 80 Euro bekommen, was sich auf mindestens 12.640 Euro summieren dürfte. Der Angeklagte war vor allem für die Vereinbarung der Heroin-Menge und den Zeitpunkt der Drogenverkäufe zuständig. Für die eigentliche Übergabe der Drogen – und deren Versteck in zwei Erdbunkern – soll sein Mittäter zuständig gewesen sein. In den Bunkern fand die Polizei am Ende insgesamt knapp 550 Gramm Heroin.

Hier lesen Sie mehr über diesen Prozess am Landgericht Memmingen: Heroin-Handel aus einem Erdbunker heraus

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Auf die Spur kamen die Beamten dem Rauschgifthandel nach intensiven Ermittlungen: Es gab umfangreiche – auch telefonische – Überwachungen, in deren Verlauf zunächst zwei Drogenkäufer festgenommen wurden. Ende März wurde der 24-Jährige schließlich festgenommen, seitdem saß er in Untersuchungshaft in der Memminger Justizvollzugsanstalt.

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