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Soziales

21.04.2012

Kunst, die Kindern die Tür zur Kultur öffnet

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Petra Nething von der Stiftung Gänseblümchen freut sich mit den Bankdirektoren Werner Deubel (links) und Steffen Fromm über die Kooperation.

Die Volksbank Neu-Ulm mietet Bilder und Skulpturen von der Stiftung Gänseblümchen

Neu-Ulm Echte Museumsatmosphäre herrscht seit Kurzem im dritten Stock der Volksbank Neu-Ulm in der Ludwigstraße. Den eher nüchternen Flur zieren jetzt Gemälde der Maler Joachim Czichon und Daniel Kojo Schrade sowie Grafiken und Skulpturen von Herbert Volz, Holger Walter und Christina von Bitter. Im Besprechungszimmer hängen drei Grafiken des Künstlers Norbert Klaus aus Blaustein. Vor dem Vorstandszimmer hält eine stählerne Figur von Horst Antes mit deutlich männlichen Attributen Wache.

Es sind Werke von musealer Qualität. Doch die Bank, so betont Direktor Werner Deubel, hat die Kunst nicht etwa gekauft, sondern gewissermaßen angemietet – und das auch noch für einen guten Zweck. Die Bilder und Skulpturen gehören der Stiftung Gänseblümchen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, benachteiligten Kindern einen Zugang zur Welt der Kunst und Kultur zu verschaffen. Dahinter stehen der Neu-Ulmer Architekt Frieder Nething und seine Familie. Jahrzehntelang hat der Baumeister begeistert Bilder und Skulpturen gesammelt und damit auch die Räume seiner Firmen geschmückt.

Inzwischen hat Nething sich aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen. Zusammen mit seiner Frau Brigitte und Tochter Petra gründete er Ende 2010 die Stiftung Gänseblümchen. Die Kunstsammlung ging in den Besitz der Stiftung über. Auch Ruth Merckle, Witwe des verstorbenen Blaubeurer Unternehmers Adolf Merckle und Freundin der Familie Nething, hat der Stiftung einige Kunstwerke geschenkt.

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Gegen entsprechende Spenden werden die Werke nun vermietet – an die Firmen der Nething-Gruppe und auch an externe Unternehmen. Als Frieder Nething die Volksbank Neu-Ulm kürzlich bei der Umgestaltung der Chefetage beriet, erzählte er von seinem Kunstverleih für den guten Zweck. Die beiden Bankdirektoren Werner Deubel und Steffen Fromm waren begeistert. Nething wählte eine Reihe von Werken aus, die zur Bank und ihren Räumen passen. Im Gegenzug überweist die Volksbank in den kommenden zehn Jahren jeweils 5000 Euro an die Stiftung. Eine derart hochwertige Kunstsammlung zu kaufen, wäre nach Deubels Worten für die Volksbank nicht infrage gekommen – „da hätten wir Öl ins Feuer der Bankenkritiker gegossen“. So aber habe die Bank zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: „Wir haben die Räume aufgewertet und tun noch etwas Gutes.“

Über die Arbeit der Stiftung berichtete Petra Nething. Gefördert würden Projekte in der Region, die Kindern die Tür zur Welt der Kultur öffnen. Meist in Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen werden Mal- oder Musikunterricht angeboten, auch Kinderführungen im Museum, Sprachfrühförderung oder Theaterbesuche ermöglicht. In Zusammenarbeit mit „Gänseblümchen“ habe die Ulmer Sängerin Siyou Schüler auf dem Pausenhof für Chorgesang begeistert. Die Stiftung fördere aber auch Maltherapie für Kinder, deren Mütter im Frauenhaus Zuflucht gefunden haben.

Besichtigung nach vorheriger Anmeldung zu den üblichen Geschäftszeiten der Volksbank Neu-Ulm.

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