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Ludwigsfeld/Landkreis

13.06.2017

Neu-Ulmer Food-Truck: Regionale Schmankerl auf vier Rädern

Die „Illerbuben“ Kevin Alizade (links) und Benjamin Holzinger mit einem frisch gebrutzelten Cheeseburger vor ihrem Food Truck. Ihr Angebot wird gut angenommen.
Bild: Angela Häusler

Kevin Alizade und Benjamin Holzinger haben sich mit ihrem Unternehmen „Illerbuben“ einen Traum erfüllt. In ihrem Food-Truck bieten sie Variationen von amerikanischen Klassikern.

Weißwurst-Burger, Iller-Burger oder schwäbischer Wurstsalat stehen auf der Speisekarte der Jungunternehmer „Illerbuben“. Das Duo aus Ludwigsfeld hat seinem neu eingerichteten Food-Truck einen regionalen Stempel aufgedrückt. Trotzdem tischen Kevin Alizade und Benjamin Holzinger auch typische amerikanische Snacks auf. Damit ging für die beiden ein lange gehegter Traum in Erfüllung – und eine Menge Arbeit einher.

Ein Burger-Patty, also die flach geformte Frikadelle zwischen zwei Brötchenhälften, besteht in den meisten Fällen aus Rinderhack. Nicht so beim Weißwurst-Burger der „Illerbuben“: Der enthält selbstverständlich ein Weißwurst-Patty, dazu kommen Krautsalat, süßer Senf und ein eigens produziertes Laugenbrötchen. Für solche selbst kreierten Gerichte haben Alizade und Holzinger in Vorbereitung auf die Eröffnung ihres eigenen Food Trucks viele Ideen ausprobiert. Jetzt haben sie beliebte Klassiker der schnellen Küche wie Cheeseburger, Pommes oder Currywurst mit Schmankerln aus Schwaben kombiniert. So gehört etwa Schübling, grobe Brühwurst aus dem Allgäu, zum Angebot, oder der Iller-Burger, der sich durch Heumilchkäse und Speck auszeichnet. Zudem gibt es im Truck ein täglich wechselndes Tagesgericht, beispielsweise Regensburger Wurstsalat.

„Wir legen viel Wert auf die Verwendung regional hergestellter Produkte“, betont Kevin Alizade, und so kaufen die Jungunternehmer ihre Zutaten bei Betrieben aus der nahen Umgebung ein. „Wir wollen uns damit auch ein Stück weit abheben“, fügte der 27-Jährige, der im Team fürs Kaufmännische zuständig ist, hinzu. Mit Benjamin Holzinger als passioniertem Koch und gelerntem Hotelfachmann ist er sich bei der Idee eines eigenen Geschäfts schnell einig gewesen. „Wir haben einfach dieselben Ziele“, erzählt Alizade, der neben seinem Studium ebenfalls viel Gastronomie-Erfahrung gesammelt hat. Der Name sei naheliegend gewesen, wie Alizade erklärt: „Wir sind zwei Jungs und wir sind aus Ludwigsfeld.“ Das alles habe einfach perfekt gepasst.

Die jetzigen Geschäftspartner haben sich kennen gelernt, als sie in einem Neu-Ulmer Lebensmittelbetrieb mit Eventservice zusammenarbeiteten. Und beide träumten davon, mit einem kleinen Unternehmen auf eigenen Beinen zu stehen. Nach einem guten Jahr der Planung war es Anfang April so weit.

Auf die Eröffnung folgte schnell positive Resonanz, berichten Holzinger und Alizade. Sie bewirten in ihrer schmucken Küche auf Rädern Feiern ab 30 Personen und sind an wechselnden Standorten in Neu-Ulm und Umgebung zu finden. In der Memminger Straße etwa, unweit des Allgäuer Rings, ist der blaue Truck mittwochs Treffpunkt für Schüler und Arbeitnehmer, die ihre Mittagspause bei Burgern und Fritten verbringen wollen. „Es schmeckt super, das ist eben kein Industrie-Essen“, findet Besucher Mario Schreck, der unterm Sonnenschirm gerade seinen ersten Illerbuben-Burger verdrückt hat.

Dass die Eigenproduktion der Gerichte viel Arbeit macht, ist klar. Zumal das Team auch die Soßen und Dressings selbst herstellt. An Acht-Stunden-Tage und freie Wochenenden brauchen die beiden im Moment nicht zu denken, erzählt der 30-jährige Holzinger, „aber das ist ja in der Gastronomie nichts Neues“. Lieber freut sich das Duo über die vielen Anfragen, die sie vor allem aus dem Event-Bereich erreichen. „Wir hatten mit so großem Interesse so schnell gar nicht gerechnet. Es gibt eben immer Gründe, Feste zu feiern“, sagt Alizade. Auch bei den mittäglichen Standorten gibt es Zuwachs: So sind die Illerbuben jetzt neben Neu-Ulm und Grimmelfingen auch in Senden zu finden: Dienstag vor dem Getränkemarkt Göbel an der Ulmer Straße.

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