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Weißenhorn

18.10.2017

Parkregeln in der Innenstadt stiften Verwirrung

Mit Parkscheibe oder ohne? 30 Minuten oder zwei Stunden? Und zu welchen Zeiten? In der Weißenhorner Innenstadt müssen Autofahrer genau hinsehen. 
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Mit Parkscheibe oder ohne? 30 Minuten oder zwei Stunden? Und zu welchen Zeiten? In der Weißenhorner Innenstadt müssen Autofahrer genau hinsehen. 
Bild: Alexander Kaya

Bürger und Stadträte wundern sich über verschiedene Beschilderungen. Nicht jeder weiß, dass auch nach 18 Uhr noch Knöllchen verteilt werden.

Wer sein Auto auf einem Parkplatz in der Weißenhorner Innenstadt abstellt, sollte sehr genau auf die Beschilderung achten. Braucht es eine Parkscheibe oder nicht? Darf nur 30 Minuten oder zwei Stunden mit der Parkscheibe geparkt werden? Und zu welchen Zeiten muss die Parkscheibe überhaupt sichtbar im Auto ausgelegt werden? Die vielen verschiedenen Möglichkeiten verwirren einige Bürger der Fuggerstadt.

Mehrere Stadträte haben sich in Sachen Parkplatz-Beschilderung und Parkregeln schon an die Stadtverwaltung gewandt. Zuletzt war es Gunther Kühle ( CSU). Am Montagabend berichtete er im Bauausschuss von einer Bürgerin, die ihr Auto abends am Hauptplatz auf der Seite der Kirche abgestellt hatte und in ein Restaurant ging. Als sie wieder zurückkam, klemmte ein Knöllchen hinter dem Scheibenwischer – ausgestellt um 18.45 Uhr. Wie die Frau zeigte sich auch Kühle verwundert darüber, dass um diese Zeit überhaupt noch kontrolliert wird.

Der Strafzettel ist jedoch rechtens. Denn die Beschilderung weist auf dieser Seite des Hauptplatzes darauf hin, dass mit Parkscheibe zwei Stunden geparkt werden darf – unabhängig von der Uhrzeit. An vielen anderen Stellen, zum Beispiel gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite oder in der Memminger Straße, muss die Parkscheibe nur zu bestimmten Zeiten ausgelegt werden, etwa montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr. Die Autofahrerin ging wohl irrtümlich davon aus, dass diese zeitliche Einschränkung überall gilt – und verzichtete auf die Parkscheibe. Es gibt jedoch nur eine zeitliche Einschränkung, wenn ein entsprechendes Zusatzschild unter dem blauen P-Schild darauf hinweist.

Kühle sprach sich dafür aus, die Beschilderung zu vereinheitlichen. Weil diese Anregung schon von zwei weiteren Stadträten kam, prüft die Verwaltung nun, ob das möglich ist. Marcus Biberacher (CSU) ist einer der Befürworter. Es ergebe keinen Sinn, dass in der Fuggerstraße auch außerhalb der gängigen Geschäftszeiten mit Parkscheibe geparkt werden muss, sagt er. Biberacher berichtet von zwei Bürgern, die ihn jüngst angesprochen haben, nachdem sie abends dort Strafzettel bekommen hatten. Dabei habe die Stadt mit der Beschilderung gar nicht erreichen wollen, dass Autofahrer nach 18 Uhr Knöllchen erhalten. Zudem, beklagt Biberacher, gebe es in der Fuggerstraße einen wahren „Schilderwald“.

Aus dem städtischen Verkehrsreferat ist auf Nachfrage zu erfahren, dass die Überprüfung der Beschilderung zusammen mit der Polizei erfolgt. Die kontrolliert im Übrigen auch den ruhenden Verkehr in Weißenhorn, nicht nur die kommunale Verkehrsüberwachung. Das kann mitunter am späten Abend sein.

Eine Sachbearbeiterin im Rathaus jedenfalls betont: „Man kann bei den Parkregeln nicht alles über einen Kamm scheren.“ Es komme auf die jeweilige Situation an. Die vorhandene Vielfalt sei auch Beschlüssen des Stadtrats geschuldet. Deshalb empfiehlt die Mitarbeiterin Autofahrern: Genau hinschauen und sich einfach an die Schilder halten.

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