Newsticker

Coronavirus: Mehr als 120.000 Infizierte in den USA - über 10.000 Tote in Italien
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Radfahrer in Weißenhorn fordern mehr Sicherheit

Weißenhorn

06.09.2019

Radfahrer in Weißenhorn fordern mehr Sicherheit

Mit einer Fahrrad-Demo wollen (von links) Günter Petters (Bund Naturschutz), Sabine Snehotta (ÖDP), Franz Schmid (ADFC), Ulrich Fliegel (Grüne) und Krimhilde Dornach (ÖDP) auf Verkehrsprobleme hinweisen und Weißenhorn in eine fahrradfreundlichere Stadt verwandeln.
2 Bilder
Mit einer Fahrrad-Demo wollen (von links) Günter Petters (Bund Naturschutz), Sabine Snehotta (ÖDP), Franz Schmid (ADFC), Ulrich Fliegel (Grüne) und Krimhilde Dornach (ÖDP) auf Verkehrsprobleme hinweisen und Weißenhorn in eine fahrradfreundlichere Stadt verwandeln.
Bild: Ursula Katharina Balken

Mit einer Demonstration wollen Stadträte und Aktivisten auf Verkehrsprobleme in Weißenhorn aufmerksam machen. Welche Lösungsvorschläge sie haben.

Für Autos und Busse erweist sich die Reichenbacher Straße in Höhe der Schulstraße in Weißenhorn als Nadelöhr. Die Engstelle östlich des Kreisverkehrs am Oberen Tor ist auch ohne die derzeitige Baustelle schmal. Prekär wird die Situation, wenn Schüler oder Radfahrer in der Straße unterwegs sind.

In der Reichenbacher Straße kann es gefährlich werden

Die Schmalstelle in der Reichenbacher Straße besteht nicht erst seit gestern. Und sie ist offenbar nicht die einzige Straße in Weißenhorn, in der es für Radfahrer gefährlich werden kann. Im Stadtrat ist das Problem längst bekannt. Seit geraumer Zeit fordern Fraktionsmitglieder aus ÖDP und Grüne: Weißenhorn muss fahrradfreundlicher werden.

Weißenhorn will in die "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen"

Dafür haben sich die beiden Fraktionen mit Vertretern des Bunds für Umwelt und Naturschutz und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) ausgetauscht und die Mitgliedschaft in der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen“ beantragt. Dem 2012 gegründeten Netzwerk gehören bayernweit über 60 Kommunen an – mit dem Ziel, die Infrastruktur und Sicherheit für Radfahrer zu verbessern. Der Weißenhorner Stadtrat stimmte dem Vorschlag zu und gab ein Gutachten in Auftrag. Das ist nun zwei Jahre her. „Seitdem ist nichts mehr passiert“, stellt Ulrich Fliegel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat, ernüchtert fest.

Radfahrer in Weißenhorn fordern mehr Sicherheit

Die Demo in Weißenhorn findet am Samstag, 14. September, statt

Um Bürgern die missliche Verkehrslage bewusster zu machen, organisieren Fraktionsmitglieder und Aktivisten am Samstag, 14. September, eine Demonstration quer durch die Stadt. Sie führt ab 10 Uhr an allen Verkehrspunkten vorbei, die für Radfahrer gefährlich sein könnten. Von Teilnehmern werden Impulse für eine Verbesserung erwartet. Bei einem Treffen der Organisatoren sagte Grünen-Kreisrat Franz Schmid vom ADFC: „Mit der Demonstration wollen wir das Thema im Bewusstsein der Bewohner verankern, denn in Weißenhorn gibt es viele Fahrradfahrer.“ Er stimmt mit Ulrich Fliegel überein, „dass man in der Stadt eine bessere Infrastruktur für Radfahrer schaffen und das Radfahren im Stadtgebiet attraktiver und sicherer machen muss.“

Lesen Sie auch: Hier haben’s Radfahrer in Neu-Ulm schwer

Vertreter der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen“ (AGFK) hätten sich bei einer Ortsbesichtigung ein Bild gemacht und Schwachstellen ausgemacht. Diese Ortsbesichtigung werde nach vier Jahren wiederholt. „Dann wird sich zeigen, ob sich etwas verbessert hat“, sagt Fliegel.

Feldweg neben der Günzburger Straße soll für Radler befahrbar werden

Um Weißenhorn fahrradfreundlicher zu machen, haben die Organisatoren der Rad-Demo auch schon konkrete Vorschläge. Aus ihrer Sicht könnte der parallel zur Günzbuger Straße verlaufende Feldweg geteert und so besser für Radler befahrbar gemacht werden. Diesen könnten dann auch Schüler aus dem Norden der Stadt nutzen. Vielleicht wäre auch manches Problem durch die Einrichtung von Einbahnstraßen zu lösen, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Die Fahrrad-Demo startet um 10 Uhr auf der östlichen Hasenwiese in Weißenhorn.

Auch interessant: Das „Rollstuhl-Taxi“ fährt Senioren durch Ulm und Neu-Ulm

Nach Begrüßungsansprachen führt die Route Richtung Oberes Tor zum Unteren Tor, durch die Günzburger Straße, Nikolaus-Thomann-Straße, Kaiser-Karl-Straße, Ulmer Straße, Herzog-Georg-Straße, über den Bahnhof zum Hauptplatz. Die Demo wird aus Gründen der Verkehrssicherheit von Polizeiautos begleitet. Die Organisatoren hoffen auf eine rege Beteiligung.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

07.09.2019

Samstag, 10. September in welchem Jahr? Dieses Jahr ist es ein Dienstag!

Permalink
08.09.2019

Vielen Dank für Ihren Hinweis auf den Fehler. Wir haben es ausgebessert. Die Veranstaltung findet am Samstag, den 14. September statt. Freundliche Grüße

Community-Management der Augsburger Allgemeinen
moderator@augsburger-allgemeine.de

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren