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Ulm

16.11.2019

SSV Ulm will 2021 den Sportpark bauen

Hier soll der Jahnsportpark des SSV Ulm entstehen.
Foto: Alexander Kaya

Der größte Verein der Region erwartet im Januar die Entwürfe des Großprojekts. Zum 175. Jubiläum des Ur-Vereins soll es losgehen. Fusion mit TK Ulm ist Voraussetzung.

Es ist aus Sicht vieler Tennisspieler der Region längst überfällig: Eine Fusion der Filzballspezialisten des SSV Ulm mit dem benachbarten TK Ulm. Wie auf der Mitgliederversammlung des Gesamtvereins betonte wurde, soll das seit Jahren diskutierte Zusammengehen baldmöglichst vollzogen werden, so Präsident Willy Götz. Die Gespräche seien schon gut fortgeschritten. Eine Fusion würde einen Tennisriesen hervorbringen – der SSV hat derzeit 14 Außenplätze, der TK sieben.

Jahnsportpark des SSV Ulm mit neuem Tennisheim

Eine neue, gemeinsame Anlage ist Herz eines Großprojekts: Ein Jahnsportpark mit neuem Tennisheim plus Gaststätte ist geplant. Damit zusammen hängt indirekt auch Abriss und Neubau der altehrwürdigen Jahnhalle. „Nach der Vorlage unserer ersten Planung vor einem Jahr gab es von Seiten der Stadt einige kritische Anmerkungen“, berichtete Willy Götz. „Wir mussten kämpfen, um uns durchzusetzen. Ende September haben wir an sieben Architektenbüros zwecks eines Wettbewerbs unsere Vorstellungen geschickt. Bis zum 10. Januar sollen die Entwürfe hier sein, am 31. Januar wird die Bewertungskommission den Sieger aussuchen.“ Frühester Bautermin ist Mitte 2021, dann, wenn der Ursprungsverein TSG 1846 sein 175-jähriges Bestehen feiert. Wobei die Feierlichkeiten ebenso im Rahmen bleiben sollen wie das Begehen des 50-jährigen Bestehens der Fusion zwischen TSG 1846 und SSV im kommenden Jahr.

Auch wenn der SSV Ulm 1846 das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni dieses Jahres mit einem Minus von 25000 Euro - im Vorjahr gab es ein Plus in gleicher Höhe - abgeschlossen hat, ist bei ihm alles im Lot. Davon konnten sich die nur 41 stimmberechtigten Vereinsangehörigen überzeugen, die jüngst zur äußerst harmonischen Mitgliederversammlung des Klubs in der Jahnhalle erschienen waren. Das Minus kam aufgrund der vielen Investitionen zustande, die der SSV im vergangenen Jahr wieder getätigt hat: Insgesamt aus eigener Tasche wie in den Jahren zuvor rund 300000 Euro. Kein Problem hatten die Mitglieder mit einer künftigen Erhöhung der Vereinsbeiträge. Und auch das Präsidium wurde einstimmig entlastet.

Der Großverein, dem momentan 9.982 Mitglieder angehören und der davon ausgeht, dass spätestens zu Beginn des kommenden Jahres die 10.000er-Grenze fallen wird, wird vorerst speziell auf Anraten des für die Finanzen zuständigen Vizepräsidenten Norbert Plogmann in Sachen Geldausgaben etwas zurückstecken. Im vergangenen Geschäftsjahr hat der Verein, wie Präsident Willy Götz ausführte, insbesondere für das neue Umkleide- und Funktionsgebäude (in Kooperation mit dem SSV 46 Fußball), das neue Planschbecken auf dem Schwimmbadgelände, die Restaurierung des Hallenbaddaches, oder die Renovierung des Kiosks und der Gaststätte, die jetzt als Fifty-Eight mit einem Sportartikelfachhandel unter einem Dach ist, sehr viel ausgegeben. Auf der hohen Kante hat der Verein daher mit 656.000 Euro, eine Million Euro weniger. Die Gesamterträge stiegen aber um 200.000 auf insgesamt 4,3 Millionen Euro.

Die schlechtere Liquidität des Vereins hänge vor allem damit zusammen, dass der SSV zum Ende des Abrechnungszeitraums noch ausstehende finanzielle Forderungen in Höhe von 660000 Euro hatte. Von denen seien inzwischen aber schon 320000 in die Kasse des SSV zurück geflossen. „Da wir für die Großprojekte in der Zukunft ein gewisses Maß an Eigenmitteln brauchen, werde ich jetzt erst einmal auf die Bremse treten“, so Plogmann.

Die Mitglieder akzeptierten ohne Murren die künftige monatliche Abrechnung statt der jährlichen ebenso bei nur einer Enthaltung wie den Anstieg der Beitragshöhe um 9,5 Prozent (regulär) respektive 7,5 Prozent (Sozialbeiträge).

Eine Ausgliederung, aber kein Ausverkauf beim SSV Ulm 1846 Fußball

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