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Natur

19.11.2020

Schüler legen Naschgarten und Barfußpfad an

Schüler des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums gestalten im Rahmen eines Projektseminars eine Wiese in Weißenhorn um. Elemente wie Sitzbänke oder ein Barfußpfad sollen das neue ökologische Refugium ergänzen.
Bild: Maximilian Sonntag

Zwölftklässler des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums gestalten eine Wiese um. Neben ökologischen Werten spielt der klassenübergreifende Charakter des Projekts eine Rolle

Es wird gewerkelt, gegraben, geschleppt und gelacht: Mit viel Freude und Eifer gestalten Schüler des Nikolaus-Kopernikus Gymnasiums (NKG) in Weißenhorn eine bisher ungenutzte und vernachlässigte Wiese um. Im Rahmen des Projektseminars Umwelt soll die sogenannte Strasser Wiese an der Reichenbacher Straße in Weißenhorn zu einem ökologischen Refugium für Mensch und Tier werden. Zahlreiche Ideen entstanden im Planungsprozess des Seminars, deren Umsetzung aber tatkräftiger Unterstützung bedarf.

Das grundsätzliche Ziel des Vorhabens sei es, Wissen über die Umwelt und Artenvielfalt weiterzugeben, berichtet Heidi Görgen, die betreuende Lehrerin des Projektseminars Umwelt am NKG. 15 Schülerinnen und Schüler der zwölften Klasse sammelten im Rahmen des Seminars Ideen, wie trotz der anhaltenden Corona-Pandemie Themen, die im Hinblick auf die Ökologie relevant sind, auf eine erlebbare Weise vermittelt werden können. Ursprünglich war geplant, wie auch in den Vorjahren einen Projekttag zum Thema Umwelt am Gymnasium zu veranstalten. Dabei sollte es den Schülern ermöglicht werden, Informationen rund um das Thema Natur und Umwelt theoretisch und praktisch kennenzulernen, etwa beim Bau von Vogelhäusern.

Als Alternative zum klassischen Projekttag im Inneren fiel dann die Wahl auf die Umgestaltung einer Wiese als schulübergreifendes Gemeinschaftsprojekt unter der Anleitung des Projektseminars Umwelt. Drei Bereiche sind vorgesehen: Neben einem Naschgarten mit einheimischen Früchten soll eine Art Freiluftklassenzimmer entstehen sowie ein Bereich mit Bänken. Einheimische Pflanzen, die Nahrung und Lebensraum für bedrohte Tierarten bieten, sollen sich über die gesamte Wiese erstrecken. „Der regionale Bezug ist uns sehr wichtig“, sagt Linus Weber, Schüler des Projektseminars.

Daneben sollen viele weitere Elemente die Wiese aufwerten. Neben Vogel- und Igelhäuschen werden Obstbäume gepflanzt, Bänke platziert, ein Barfußpfad und Blumenbeete angelegt sowie ein Steinbiotop für Insekten gebaut. Genutzt werden könne die Wiese von jedem, sagt Weber.

Der Umbau sei zwar viel Arbeit, vor allem aber sei die Planung zeitintensiv gewesen, berichtet Weber. Neben der grundsätzlichen Idee der Umgestaltung mussten Sponsoren gefunden werden, die das Projekt finanzieren. Neben Gärtnereien aus der Umgebung, die die Pflanzen lieferten, stellte die Stadt Weißenhorn die Wiese zur Verfügung. Linus Weber sagt, die Verwaltung freue sich sehr über die Umgestaltung und Verschönerung des Stadtbildes.

Der gemeinschaftliche Charakter des Projekts kommt vor allem dadurch zum Vorschein, dass andere Klassen des Gymnasiums dieses unterstützen. So kommen die Vogelhäuser für die Wiese von einer Kunstklasse des NKG, selbst gebaute Bänke von einer Lehrerin und ihrer fünften Klasse. Gerade darin besteht neben dem ökologischen Sinn auch der Kern eines Projektseminars, „es sollen Kontakte zu Personen oder Organisationen außerhalb der Schule hergestellt werden“, sagt die Geografielehrerin Heidi Görgen. Außerdem ist es der Pädagogin wichtig, dass das erlernte Wissen im Projektseminar Umwelt nicht verpufft, sondern weitergegeben und aus der Schule hinausgetragen wird. Gerade deshalb sei die Einbindung anderer Klassen in das Projekt so relevant.

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