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Ulm

16.10.2015

So will Ulm das Donauufer aufhübschen

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An schönen Tagen sind die Sitztreppen am Donauschwabenufer stets rege besucht. Ähnliches könnten sich die Stadtplaner auch an der Gänstorbrücke vorstellen. Auch darüber soll in den kommenden Wochen und Monaten mit den Bürgern diskutiert werden.

50000 Euro war der Stadt ein Wettbewerb zwischen fünf Landschaftsarchitekten wert. Am Freitag fällte die Jury ein Urteil

Fünf Grad, Wolken, Nieselregen, alles grau in grau – es bedurfte wahrlich einiger Fantasie, um sich am Freitag einen schönen sonnigen Nachmittag am Ulmer Donauufer vorzustellen. Eine zwölfköpfige Jury aus Architekten, Stadtplanern und Politikern hat sich jedoch genau dieser Aufgabe gestellt. Sie grübelten gemeinsam darüber, wie denn das Ufer zwischen dem Weißen und dem Roten Donauturm – also quasi der Großteil des innerstädtischen Donauufers – in Zukunft neu und vor allem attraktiver gestaltet werden könnte. Ein Sonnenbad auf der Wiese, ein Sprung in die Donau oder eine Radtour am Ufer entlang inklusive.

Die Stadt Ulm hatte vor wenigen Monaten parallel fünf Landschaftsarchitekten für je 10000 Euro beauftragt, Konzepte für eine Neugestaltung des Donauufers zu erarbeiten. Der Wettbewerb war eine Folge aus dem „Ulmer Donaudialog“ aus dem Jahr 2008, bei dem schon zahlreiche Ideen zur Aufwertung des Donauufers gesammelt wurden, die mit in die Arbeit der Planungsbüros einflossen.

Gestern war nun der entscheidende Tag: Die fünf Vorschläge wurden diskutiert, bewertet und ein Favorit gekürt. Dieser stammt aus dem Büro Böhm, Benfer, Zahiri in Berlin und sei die beste Grundlage für die weitere Arbeit, erklärte Ulms Baubürgermeister Tim von Winning. Der Plan zeige Ideen und Potenziale auf, die nun gemeinsam mit Politik und vor allem mit den Bürgern weiterentwickelt werden sollen. Im Umkehrschluss hieß das gestern bei der Vorstellung der Ergebnisse: So richtig konkret wurde es nur in Teilen. Man wolle den Bürgern eben kein fertiges Projekt vorstellen, sondern den vielen Ideen lediglich einen gewissen Rahmen geben, hieß es.

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Zumindest aber wurde deutlich, in welche Richtung es in den nächsten Jahren gehen könnte. So sieht der Gewinner-Vorschlag beispielsweise den Fuß- und Radweg im Bereich des Metzgerturms nicht mehr direkt an der Donau, wo er bislang läuft, sondern eher in Richtung Stadtmauer. „Dadurch gewinnen wir mehr Möglichkeiten, das Ufer zu nutzen, beispielsweise für eine Art Badestrand“, erklärte von Winning. Auch sollen durch eine neue und möglichst geradlinige Wegeführung Konflikte zwischen Radlern und Fußgängern verringert werden.

Gleichzeitig biete sich dem Ulmer, wenn er durch das Tor am Metzgerturm kommt, sofort „ein Donaupanorama mit einer weitläufigen Grünfläche, die große Aufenthaltsqualität bietet“, sagte die Berliner Professorin Cornelia Müller, die die Fachjury anführte. Weiter könnte das Konzept der Sitztreppen auch im Bereich der Gänstorbrücke aufgegriffen werden, um den Bürgern eine weitere Möglichkeit zu geben, „an der Donau zu verweilen und die Sonne zu genießen“, so Baubürgermeister von Winning.

Insgesamt biete das Konzept des Berliner Büros das beste Gesamtpaket unter den eingereichten Vorschlägen. „Es ist ja auch nicht so, dass wir alles grundlegend verändern müssen. Das Donauufer ist jetzt schon toll und sehr gut belebt. Wir wollen es aber schrittweise und mit einzelnen Maßnahmen weiter aufwerten“, sagte von Winning. Zu diesem Zweck werden die Ergebnisse des Wettbewerbs kommende Woche dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit vorgestellt (siehe Infokasten), ehe dann die Bürger aktiv beteiligt werden sollen. Bis sich am Ufer auch sichtbar etwas verändert, könne es allerdings noch eine Weile dauern. Für das kommende Jahr stünden bislang 100000 Euro im Ulmer Haushalt, mit denen die Planung fortgeführt und erste kleinere Maßnahmen durchgeführt werden könnten. „Wenn wir alles in den nächsten fünf Jahren schaffen würden, dann wäre ich glücklich“, erklärte von Winning.

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