Newsticker

Steigende Infektionszahlen: Bundesregierung spricht für ganz Belgien eine Reisewarnung aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Tote 19-Jährige: Ermittlungen im Umfeld des Opfers

Fall Esmeralda in Ulm

01.07.2010

Tote 19-Jährige: Ermittlungen im Umfeld des Opfers

Diesen Aufzug (links) nutzte der Täter, um dann in die Wohnung des Opfers zu gelangen (Tür am Ende des Ganges). Foto: heo
Bild: heo

Vier Tage nach dem Mord an der 19-jährigen Esmeralda H. im Ulmer Universum-Center durchleuchten die Ermittler das Umfeld des Opfers. Von Michael Ruddigkeit

Vier Tage nach dem Mord an der 19-jährigen Esmeralda H. im Ulmer Universum-Center vermeldet die Polizei noch keine heiße Spur. "Die Ermittler sind weiter dabei, das Umfeld des Opfers zu überprüfen und Zeugen zu befragen", sagte Polizeisprecher Rainer Durst. "Die Arbeit der Kriminaltechnik dauert an. Man muss das Ergebnis der Untersuchungen abwarten, um die richtigen Schlüsse zu ziehen."

Nach wie vor im Blickfeld der Ermittler ist ein Mann, der in Esmeralda H. unglücklich verliebt gewesen sein soll und am Sonntag - also am Tag der Tat - versucht, hat, sich das Leben zu nehmen. Nach Angaben von Michael Bischofberger, dem Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Ulm, schwebt der Mann nicht mehr in Lebensgefahr, konnte aber bislang noch nicht vernommen werden. Derzeit werten die Ermittler die Videobänder der Überwachungskameras aus, die im Universum-Center installiert sind. Sie erhoffen sich daraus weitere Erkenntnisse zum Ablauf des Geschehens am vorigen Sonntag.

Wie berichtet, kam Esmeralda H. am Sonntagmorgen gegen 5 Uhr von der Arbeit in einer Ulmer Disco nach Hause. Noch am Morgen muss sie ihrem Mörder begegnet sein. Sie starb zwischen 5 und 9 Uhr. Die junge Frau wurde erstickt - vermutlich erdrosselt, was die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen aber nicht bestätigen will. Ihre Mitbewohnerin entdeckte die 19-Jährige gegen 19.30 Uhr tot im Wohnzimmer. Die Eingangstür der Wohnung im 20. Stock des Universum-Centers wies keine Einbruchsspuren auf, was dafür spricht, dass das Opfer seinen Mörder gekannt und in die Wohnung gelassen hat.

Bei Bekannten und Freunden der jungen Frau löste der Tod von Esmeralda H. große Bestürzung aus. Die 19-Jährige, die aus Bosnien stammte und in Neu-Ulm die Christoph-Probst-Realschule und die Fachoberschule besucht hatte, war begabt und beliebt. Auch ihre Nachbarn im Universum-Center können ihren Tod nicht fassen. Von Michael Ruddigkeit

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren