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06.11.2015

Trauer um Musiker Reinhard Willer

Reinhard Willer †

Gitarrist im Alter von 57 Jahren gestorben

Wenn er als Jugendlicher seine Gitarre aufheulen ließ, tanzten die Fans im siebten Himmel. Als er später aufs klassische Instrument wechselte, waren seine Konzerte ein ruhiger Ohrenschmaus. Mit dem Tod von Reinhard Willer bleibt die Geschichte der Ulm/Neu-Ulmer Rockszene in lebendiger Erinnerung.

Seine Freunde nannten ihn „Gipsy“. Seine Gibson war sein Augapfel. Sein Gitarrenspiel war Mitte der 70er-Jahre von John McLaughlin ebenso inspiriert wie von Gary Moore. Den sechs Jahre älteren Nordiren lernte der damals 17-jährige Kepler-Gymnasiast und Sohn eines Kunstmalers persönlich bei einem Konzert von Colosseum II im Neu-Ulmer Konzertsaal kennen.

Willers Band hieß Trash. Der Übungsraum befand sich im Fort Albeck. Im „Turm“ wurde bis ins Morgengrauen an Blues, Rockjazz und Classical-Fusions gefeilt. Hierher zog es Kraan von Wintrup zu Weihnachts-Sessions in die alte Heimat, wo es auch zum Austausch mit Rhythm’n’ Blues-Musikern aus den Reihen der in Neu-Ulm stationierten amerikanischen GI’s kam.

Mit Trash konnte Willer umjubelte Konzerte im Kornhaus oder in der Donauhalle geben. Nach Auflösung der Band studierte er klassische Gitarre in Köln und wurde Konzertgitarrist und Musikschuldozent. Im Alter von 57 Jahren ist Reinhard Willer nach kurzer, schwerer Krankheit in seinem jahrzehntelangen Wirkungskreis Nordrhein-Westfalen gestorben und am 30. Oktober auf dem Bonn-Ippendorfer Friedhof beigesetzt worden. (roma)

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