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Ulm

17.01.2019

Ulm: Alte Fehler bei der neuen Endlager-Suche

BfE-Chef Wolfram König im Gespräch mit Demonstranten.
Bild: Alexander Kaya

Aus den Fehlern von Gorleben lernen. Das war das große Ziel für die neue Suche nach einem Atommüll-Endlager. Doch so ganz klappt das nicht.

Aus den Fehlern von Gorleben lernen. Das war das große Ziel, als das Verfahren für die neue Suche nach einem Atommüll-Endlager in Deutschland festgelegt wurde. Doch kaum sind die ersten Schritte angelaufen, da zeigt sich: So ganz klappt das nicht.

Lesen Sie dazu auch: Suche nach Atommüll-Endlager: Bürger bei Infoveranstaltung ausgeschlossen

Andere Länder sind weiter bei der Suche nach einem Endlager, weil die Deutschen transparenter und genauer planen wollten. Alle Kriterien für den Standort stehen fest, genauso wie jeder Schritt des Verfahrens. Als der niedersächsische Salzstock Gorleben ausgewählt wurde, war das noch anders. Die Proteste waren groß. Deshalb ging die Suche von vorne los. Deshalb soll nun alles so transparent sein. Doch die Transparenz beginnt erst in 18 Monaten. Dann, so sieht es der Plan vor, soll die Bürgerbeteiligung beginnen. Denn dann sind alle geologischen Daten gesichtet und eine erste Vorauswahl steht fest: Gegenden, in denen das Endlager theoretisch gebaut werden könnte. Aber was spricht dagegen, dass Bürger schon früher bei einem Info-Vortrag zuhören dürfen?

Atommüll-Endlager gesucht: Veranstaltung in Ulm

Dass manche Diskussionen hinter verschlossenen Türen bessere Ergebnisse bringen, steht außer Frage. Doch dass die Öffentlichkeit zunächst von allem ausgeschlossen ist, bringt Wasser auf die Mühlen der Kritiker. Sie ziehen die Transparenz des Verfahrens schon jetzt in Zweifel. Wenn der neue Standort feststeht, wird es wieder Proteste geben. Sie werden sich auch um die Transparenz bei der Suche drehen.

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