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Ulm/Neu-Ulm

12.03.2020

Ulm gibt Gas mit Turbointernet

Solche Glasfaserkabel werden jetzt in 43 Kilometern Länge in der Ulmer Innenstadt durch die SWU verlegt.
Bild: Alexander Kaya

Nach dem Donautal bekommt jetzt die Ulmer Innenstadt flächendeckend Glasfaserleitungen. In Neu-Ulm soll als nächstes Schwaighofen an der Reihe sein. Den Anwohnern bleibe Wahlfreiheit des Anbieters.

Ein „wahre Freude“ war es für Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch in Zeiten der Corona-Krise einmal gute Nachrichten zu überbringen: In der Ulmer Innenstadt haben die Bauarbeiten zur Verlegung von Glasfaserkabeln für ein superschnelles Internet begonnen. Nach dem Industriegebiet Donautal startet im Viertel „Auf dem Kreuz“ die nächste Etappe „elementarer Daseinsvorsorge“. „Eine Stadt, die als Standort für sich wirbt, braucht das“, sagte Czisch. In den nächsten vier Jahren werde Ulm pro Jahr fünf bis zehn Millionen Euro dafür ausgeben. Für Czisch ist das elementare Infrastruktur wie die Strom-, Wasser- oder Gasversorgung.

Neu-Ulm soll auch den Turbo fürs Internet bekommen

Der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes sei ein zentraler Bestandteil für die Entwicklung von Ulm und Neu-Ulm zu „Smart Cities“. Für Neu-Ulm müssten die Stadtverantwortlichen allerdings noch das Okay geben. Einen Grundsatzbeschluss für einen flächendeckenden Ausbau verabschiedeten die Neu-Ulmer Räte im November vergangenen Jahres. Wie der Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm sagte, liefen vorbehaltlich einer letzten kommunalen Abstimmung bereits die Planungen für einen Anschluss von Schwaighofen an das Glasfasernetz. Beginn solle nach Möglichkeit Ende des Jahres sein. In einem ersten Bauabschnitt werde das Industriegebiet südlich der Bundesstraße angeschlossen, in einem zweiten Bauabschnitt der Bereich nördlich.

Glasfaser ist für Anforderungen der „Industrie 4.0“ wichtig

Wie Eder betonte, bestehe große Nachfrage nach schnelleren Internet-Zugängen. Ein wichtiger Standortfaktor sei das insbesondere für Firmen, die zunehmend ohne die Möglichkeit der Übertragung immer größer werdender Datenmengen einen Wettbewerbsnachteil hätten. Glasfaserkabel sind noch nicht unbedingt nötig, um Bedürfnisse von Privatpersonen zu decken. Vielmehr geht es hier bei den Hochgeschwindigkeits-Verbindungen um Belange der Industrie. Die Anforderungen der „Industrie 4.0“ steigen stetig. Beispielsweise, wenn im Donautal – was in absehbarer Zeit möglich sein soll– ein führerlos funktionierendes Warentransportsystem eingeführt wird.

Ulm gibt Gas mit Turbointernet

Die Glasfaserkabel werden nach Angaben der beauftragten Firma Geiger & Schüle in kleinen Bauabschnitten von 50 bis 150 Metern fast durchgängig im Gehwegsbereich verlegt. Die Arbeiten starten im Bereich der Heimstraße, Gideon-Bacher-Straße, Berblinger Straße, Gänslände und Auf dem Kreuz. Kommendes Jahr folgen die Straßen der Ulmer Oststadt. Insgesamt werden über 43 Kilometer Glasfaserkabel verlegt.

Wie Czisch betonte, investiere die Stadt Ulm damit in Infrastruktur und achte im Gegensatz zu großen Firmen beim Ausbau nicht auf Mindestanschlussquoten. Die Anlieger hätten die komplette Wahlfreiheit, was den Telekommunikationsanbieter angeht.

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