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Pfaffenhofen

02.08.2020

Verein „s’Brett im Schtoi“ bekommt die Auszeichnung Silberdistel

Die Pfaffenhofer Kulturinitiative „s’Brett im Schtoi“ erhält die Silberdistel unserer Zeitung (von links): Nikolaus Maucher, Vorsitzender Gisbert Eppelt, NUZ-Redaktionsleiter Ronald Hinzpeter und Norbert Riggenmann.
Bild: Stefan Kümmritz

Plus Der Pfaffenhofer Verein „s’Brett im Schtoi“ erhält für seine vorbildliche Kulturarbeit die Silberdistel unserer Zeitung. Die Mitglieder wollen wieder loslegen.

Im Schaffen der Pfaffenhofer Kulturinitiative „s’Brett im Schtoi“ gab es in der von Juli 2019 bis Ende Juni dieses Jahres dauernden Geschäftsperiode den einen oder anderen Höhepunkt, zumindest, bis sich auch hier die Corona-Pandemie ausbreitete. Dann war Sendepause.

Umso mehr freuten sich die Mitglieder der Initiative über die Auszeichnung mit der Silberdistel unserer Zeitung im Attenhofer Restaurant Hirsch. Der Redaktionsleiter der Neu-Ulmer Zeitung, Ronald Hinzpeter, überreichte die Auszeichnung im Rahmen der Hauptversammlung von „s’Brett im Schtoi“ und begründete sie damit, dass die Initiative „vorbildliche Kulturarbeit“ leiste.

In seiner Rede erklärte Hinzpeter, warum so ein stacheliges Gewächs als Auszeichnungssymbol gewählt wurde: „Sie ist selten, schützenswert, zäh und wurde von alters her als Medizinpflanze verwendet – und das ist sie auch heute: Sie ist ein Heilmittel gegen die Gleichgültigkeit. Die silberne Trophäe soll einerseits beispielhafte Initiativen sowie Engagement im Dienste der Allgemeinheit auszeichnen, aber auch Ansporn für andere sein, sich ebenfalls zu engagieren.“

Der Redaktionsleiter betonte, dass es auch in der sogenannten Provinz, was nur als Ort abseits von Ballungszentren und nicht abwertend zu verstehen sei, immer wieder Leute gebe, die etwas auf die Beine stellen. So auch seit 26 Jahren „s’Brett im Schtoi“, eine Kleinkunstbühne, „die weit über Pfaffenhofen hinaus strahlt, die einen exquisiten Ruf genießt, der ihnen Künstlerinnen und Künstler beschert, die einfach wissen, dass hier ein prima Ort ist, um aufzutreten. Und das vor einem aufgeschlossenen und, ja, dankbaren Publikum.“

„s’Brett im Schtoi“ aus Pfaffenhofen: Mitglieder planen Film

Nachdem Gisbert Eppelt, der erstmals als Vorsitzender der Kulturinitiative die Hauptversammlung leitete, stellvertretend für alle Mitglieder die Silberdistel mit Worten des Dankes und stark beeindruckt ob der vielen Lobesworte entgegengenommen hatte, ging er sozusagen zum Geschäftlichen über. Er versprach, „s’Brett im Schtoi“ werde in der momentanen Krise „den Kopf weder in den Sand noch in das Loch“ stecken, sondern „kreativ nach Lösungen“ suchen. Deshalb mache die Initiative Pläne, verbreite aber kein unumstößliches Programm.

„Im März wurden wir von Corona überrollt“, machte er den Anwesenden noch einmal klar. „Alle Pläne, alle Veranstaltungen wurden ad acta gelegt. Sehr gut war, dass die Gäste für die ausgefallenen Vorstellungen ihr Geld nicht zurückverlangt haben.“ Der Verein habe zwar im vergangenen Abrechnungszeitraum 264 Euro Miese gemacht, stünde aber trotz Corona finanziell gut da.

Da gemäß der coronabedingten Erlasse im Saal maximal 60 Gäste Platz fänden, musste die eine oder andere geplante Veranstaltung verschoben werden. So suche man noch nach einem neuen Termin fürs Orchestro mondo. Vorläufig und nach Aussage Eppelts „hoffentlich endgültig“ plant „s’Brett im Schtoi“ mal folgende Auftritte: Vokalpianist Ramon Bessel mit „Lieder zum Festhalten“ (24. Oktober), „Von Tanadaradei bis Tinder – Liebeslyrik aus 1000 Jahren“ (14. Februar 2021), zum Tag des Bieres „Bier gewinnt“, ein musikalischer Abklatsch zum Thema Bier mit Christoph Lamberts und Freunden (24. April 2021), das Kabarett „Jetzt hätten die guten Tage kommen können“ mit Stefan Waghubinger (8. Mai 2021) sowie ein Kabarett-Abend mit Uli Boettcher und Bernd Kohlhepp „Denn sie wissen (noch) nicht, was sie tun.“

Hatte das Plenum die Vorstandschaft einstimmig entlastet, so stimmte es auch Norbert Riggenmanns Plan zu, einen Film mit dem Titel „Der Schtoi, the dawn of culture“ (auf Deutsch: Der Stein, die Morgendämmerung der Kultur“ zu drehen, bei dem es um einen Stein-Fund gehe, so Riggenmann, aufgrund dessen „die Menschheitsgeschichte neu geschrieben“ werden müsse: „Pfaffenhofen ist das neue Troja.“ Man darf gespannt darauf sein.

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