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Weißenhorn

15.11.2019

Was Weißenhorn im Jahr 2020 bauen will

Auch für das Jahr 2020 hat die Stadt Weißenhorn wieder ein ambitioniertes Bauprogramm aufgestellt. Bürgermeister Wolfgang Fendt bezeichnete die umfangreiche Liste in der Sitzung des Bauausschusses gar als „Mammutprogramm“.
Foto: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Der Bauausschuss beschließt ein Programm mit millionenschweren Vorhaben. Welche davon umgesetzt werden, ist nicht nur eine Frage des Geldes.

Für das Jahr 2020 gibt es bereits eine lange Liste mit Bauvorhaben, welche die Stadt Weißenhorn umsetzen will. Die dafür veranschlagten Ausgaben summieren sich auf gut zwölf Millionen Euro. Ganz schön dicke Brocken stehen auf dem Bauprogramm, darunter die Kindertagesstätte Nord neben dem Claretinerkolleg, für die die Stadt dieser Tage die Baugenehmigung erhalten hat. In deren Nachbarschaft ist eine neue Einfachturnhalle geplant. Ebenso finden sich auf der Liste die neue Aussegnungshalle am Waldfriedhof, Neubauten für die Feuerwehren in Weißenhorn und Biberachzell, erste Umbauten am Heimatmuseum, die Erschließung mehrerer Baugebiete und vieles mehr.

Bürgermeister Wolfgang Fendt bezeichnete die Liste am Montagabend im Bauausschuss als „Absichtserklärung“, letztlich hänge die Umsetzung von den zur Verfügung gestellten Mitteln im Haushalt ab. Aber nicht nur: Auch für das Personal im Rathaus bedeute es ein „Mammutprogramm“, ergänzte der Verwaltungschef. Intensive Absprache mit der Fernwärme-Gesellschaft FWW erforderten zudem geplante Straßensanierungen, unter anderem der Daimlerstraße. Schließlich wolle man vermeiden, dass Straßen neu gemacht werden und im nächsten Jahr für Arbeiten am Fernwärmenetz wieder aufgerissen werden müssen, sagte Fendt.

Herbert Richter (SPD) erinnerte daran, dass die ambitionierten Pläne in den vergangenen Jahren nie komplett umgesetzt werden konnten. Ziel müsse deshalb sein, bei den Maßnahmen im Planungsvorlauf so weit zu sein, dass die Arbeiten im nächsten Jahr ausgeschrieben werden können. „Wenn wir heute zustimmen, dann darf das als Zustimmung zum Haushalt gewertet werden“, fügte Richter hinzu.

Ein Stadtrat fordert mehr Dächer an Bushaltestellen

Ulrich Hoffmann (ÖDP) sprach von einer guten Grundlage für weitere Beratungen, vermisste aber Projekte im Sinne der Fahrradfreundlichkeit wie zum Beispiel mehr Stellplätze am Bahnhof. Demnächst werde es dazu einen Zwischenbericht geben, sagte Fendt.

In Attenhofen sieht das Bauprogramm den behindertengerechten Umbau von Bushaltestellen vor. Franz Josef Niebling (CSU) machte darauf aufmerksam, dass dort auch eine Überdachung angebracht werden soll, die bereits seit einem halben Jahr auf dem Bauhof stehe. Um vor allem Schulkinder vor Wind und Wetter zu schützen, sollten aber auch andere Haltestellen ein Dach erhalten, forderte Niebling. Ergänzend dazu merkte Richter an, dass die vom Gesetzgeber geforderte barrierefreie Ausgestaltung des öffentlichen Raumes bis 2022 eine immense Herausforderung darstelle. „Wir haben noch keine Aufstellung, was da auf uns zukommt“, bemängelte er. Darauf antwortete Fendt, dass eine Mitarbeiterin der Verwaltung gerade prüfe, wo noch entsprechende Umbauten nötig sind. Immerhin steht im aktuellen Bauprogramm auch der behindertengerechte Umbau der Toilette am alten Friedhof in Weißenhorn.

Niebling regte darüber hinaus an, neue Flächen für Kleingärten wieder ins Planungsprogramm aufzunehmen. Denn wenn man der Stiftungsklinik eines Tages eine Erweiterungsfläche in Richtung Westen anbieten müsse, dann brauche man eine Ausgleichsfläche für die Kleingärtner. „Ein wichtiger Punkt“, sagte Fendt. Die Suche nach geeigneten Grundstücken sei nicht leicht, aber zumindest mit einem Eigentümer hätten schon Gespräche stattgefunden.

Worüber sonst noch in Weißenhorn gesprochen wird, lesen Sie hier:

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